Farbanschlag

Farbattacke auf Haus von Erika Steinbach

Mit ihrem Austritt aus der CDU und ihren Sympathien für die AfD hat Erika Steinbach für Schlagzeilen gesorgt. Vor der Landtagswahl wird ihr Haus nun Ziel von Farbkugeln.

Nach der Farbattacke auf das Frankfurter Wohnhaus der ehemaligen CDU-Politikerin Erika Steinbach haben die Behörden die Ermittlungen aufgenommen. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag sagte, hatten am Vorabend Unbekannte das Haus mit Farbkugeln beworfen. Auch das Fahrzeug der 75-Jährigen sei beschädigt worden. Die Chefin der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung habe deswegen Anzeige erstattet.

Über den finanziellen Schaden konnte die Polizei keine Angaben machen. In der Nachbarschaft seien auch gegen Steinbach gerichtete politische Flugblätter verteilt worden.

Ihr kriegt mich nicht klein?
Weder mit 13 Farbbeuteln auf Haus und Auto noch mit diffamierenden Flugblättern.
Nur wer sonst nichts im Kopf hat, greift zu Gewalt! pic.twitter.com/ZCnopnEBeF

— Erika Steinbach (@SteinbachErika)

24. Oktober 2018

Diese hatte auf Twitter ein Foto von der Tür mit orangenen Farbspritzern gezeigt. „Glauben Sie nur nicht, dass Sie mich mit diesem Farbanschlag von heute Abend auf mein Haus einschüchtern können“, schrieb sie. Steinbach, einst auch langjährige Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, war aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel aus der CDU ausgetreten.

Auf der linken Online-Plattform „Indymedia“ wurde ein Text veröffentlicht, mit dem eine angebliche Gruppe unter dem Namen „die Farbeibrigade“ die Attacke für sich reklamierte. Darin hieß es: „Es sind nur noch wenige Tage bis zur hessischen Landtagswahl, bei der die AfD auch in den Landtag einziehen wird. Das finden wir scheiße!“ (dpa)

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