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Bernd Loebe, Intendant der Oper Frankfurt.

Städtische Bühnen Frankfurt

Bürgerstiftung will im Januar Magistrat Opernbau vorstellen

Die Städtischen Bühnen Frankfurt sind marode. Eine Stiftung will eine neue Oper bauen. Ihre Pläne stellt sie im Januar dem Magistrat vor.

Einflussreiche Bürger wollen für die Stadt Frankfurt eine neue Oper bauen - mit dem Vorschlag hat die Stiftung Anfang Dezember für Furore gesorgt. Im Januar will die Gruppe ihre Initiative nun offiziell dem Magistrat vorstellen. „Wir machen der Stadt ein Angebot“, sagte der Sprecher der Bürgerstiftung Neue Oper Frankfurt, Martin Wentz, der Deutschen Presse-Agentur. Die derzeitige Theaterdoppelanlage von Schauspiel und Oper gilt als marode. Ein umfangreiches Gutachten hat die Kosten für eine Sanierung auf fast 900 Millionen Euro geschätzt.

Die Stiftung will 50 Millionen Euro etwa durch Spenden als Eigenkapital auftreiben. Den Rest der geschätzten Baukosten von 240 Millionen Euro will die Gruppe mit Darlehen finanzieren. Das Grundstück müsste die Stadt dem Bauherren per Erbbauvertrag überlassen. Die Oper wäre in dem Neubau dann Mieter. Die Stiftung könne die Oper viel schneller und kostengünstiger bauen, da sie anders als die Stadt nicht dem öffentlichen Vergaberecht unterliege, betont Stadtplaner Wentz. Er war früher Planungsdezernent der Stadt.

Opern-Intendant Bernd Loebe favorisiert einen Neubau. „Logistisch wäre das die unkomplizierteste Lösung“, sagte Loebe der dpa. „Wir könnten hier spielen, bis das neue Haus fertig ist, und dann ziehen wir in ein neues Gebäude.“ Das würde aber bedeuten, dass der Neubau an einem anderen Ort errichtet werden müsste. Am Willy-Brandt-Platz, wo sich aktuell Oper und Schauspiel ein Gebäude teilen, könnte dann ein Neubau für das Sprechtheater entstehen. (dpa)

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