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Bürgerservice bleibt dezentral

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Von: Denis Hubert

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Das zentrale Bürgeramt an der Zeil. (Archivbild)
Das zentrale Bürgeramt an der Zeil. (Archivbild) © Rolf Oeser

Alle Standorte des Frankfurter Bürgeramts bleiben erhalten. In den vier Außenstellen sollen künftig auch Reisepässe und Personalausweise beantragt werden können.

Alle Standorte des Bürgeramts bleiben erhalten. In den vier Außenstellen soll der Service ausgeweitet werden. Dort sollen Kunden künftig überall Reisepässe und Personalausweise beantragen können. Das hat Reformdezernent Jan Schneider (CDU) am Mittwochabend im Bürgeramt Nieder-Eschbach bestätigt.

Gemeinsam mit der CDU-Ferienfraktion hatte Schneider die Dienststelle im historischen Rathaus besucht. Zu Gast waren auch mehrere Ortspolitiker, vornehmlich aus dem Norden. „Wir wollten den Beschluss hervorheben, mit dem wir die bisherige Politik einer Schrumpfung und Zentralisierung des Bürgerservice diametral umdrehen“, sagte der Fraktionschef der CDU-Römerfraktion, Michael zu Löwenstein.

Wie die FR berichtete, arbeitet die Stadt an einem Konzept, um das Bürgeramt mit seinen elf Standorten neu aufzustellen. Neben dem Zentralen Bürgeramt auf der Zeil existieren Dienststellen in Sachsenhausen, Bergen-Enkheim, Höchst, Nieder-Eschbach, im Dornbusch und Nordwestzentrum. Hinzu kommen die Außenstellen Fechenheim, Harheim, Nieder-Erlenbach und Kalbach.

Wann das fertige Konzept steht, sei noch nicht absehbar, sagte Jan Schneiders Referentin, Tina Köhler, gestern auf Nachfrage. „Wir sind daran interessiert, das so schnell wie möglich umzusetzen.“ Fest stehe, dass die Fechenheimer Außenstelle im historischen Rathaus an der Pfortenstraße keine Zukunft habe. Deshalb suche die Stadt nach einer Ersatz-Liegenschaft im Stadtteil.

Zehn zusätzliche Stellen für Bürgerämter

Zuletzt dachte Schneider öffentlich über ein neues Bürgeramt im Norden nach, um die dort ansässigen Standorte zusammenzulegen. Zuvor stand bereits eine Fusion der Standorte Fechenheim und Bergen in einer neuen Liegenschaft zur Debatte. In den betroffenen Ortsbeiräten rief das Kritik hervor. Sie kämpften für ihre Dienststellen vor Ort.

Dass alle Dependancen erhalten bleiben, ist auch einem Antrag der schwarz-rot-grünen Römerkoalition zum Frankfurter Haushalt zu verdanken. Darin beauftragte das Bündnis den Magistrat, ein neues Standortkonzept für die Bürgerämter zu entwickeln. Dafür erklärte es sich bereit, zehn zusätzliche Stellen zu schaffen. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Außenstellen die gesamte Bandbreite an Leistungen des Bürgeramts anbieten können.

Wie Jan Schneider in mehreren Ortsbeiratssitzungen ausführte, ist die Situation prekär. In den Außenstellen warteten Bürger teils mehr als drei Stunden. Dort gebe es zudem nur eine Fachkraft, obwohl in der Verwaltung das Vier-Augen-Prinzip-gelte.

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