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Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg: „Dem BDS keine Bühnen bieten“

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Von: Timur Tinç

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Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg appelliert an Kultureinrichtungen, den Vertreterinnen und Vertretern der antiisraelischen Boykottkampagne BDS keine Bühne zu geben.

Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) hat Kultureinrichtungen in Frankfurt aufgefordert, den Vertreterinnen und Vertretern der antiisraelischen Boykottkampagne BDS (kurz für Boycott, Divestment and Sanctions) keine Bühne zu geben. „Die Documenta hat einmal mehr bedrückend unter Beweis gestellt: Wer BDS einlädt, bekommt Antisemitismus“, sagt Eskandari-Grünberg. „Die antisemitischen Bilder, die in Kassel für kurze Zeit zu sehen waren, sind kein Ausrutscher, sondern Ausdruck einer zutiefst antisemitischen Einstellung innerhalb von BDS.“

Für die Bürgermeisterin geht die Kampagne über legitime Kritik an der israelischen Regierung hinaus, weil sie enge Verbindung zu antisemitischen Akteur:innen sowie Institutionen habe und ihr Ziel letztlich die Abschaffung des jüdischen Staates sei.

Die städtische Saalbau GmbH vermietet seit Januar ihre Räume wieder an Menschen, die der BDS-Bewegung nahestehen. Geschäftsführer Frank Junker erklärte das mit Gerichtsurteilen, die mehrfach Entscheidungen seines Unternehmens gekippt hätten, Räume wegen einer Nähe zur BDS-Bewegung nicht zu vermieten. „Nichtstädtische Einrichtungen wie etwa Theater haben mehr Handlungsmöglichkeiten gegen BDS“, betont Eskandari-Grünberg. „Sie können entscheiden, wen sie einladen und was sie zeigen möchten. Ich hoffe, dass der Fall der Documenta hier zur Vorsicht mahnt.“

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