+
Der Eingang zum Bürgerhospital im Frankfurter Nordend.

Krankenhäuser in Frankfurt

Bürgerhospital schließt Suchtstation

  • schließen

Das Bürgerhospital in Frankfurt gibt seine Suchtstation auf. Die Klinik Hohe Mark in Oberursel übernimmt die Versorgung der Suchtkranken.

Das Bürgerhospital hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass es seine Suchtstation zum 1. April dieses Jahres aufgeben wird. Mit der DGD-Klinik Hohe Mark in Oberursel habe man einen Betreiber gefunden, der auf die Behandlung von Suchterkrankungen und psychiatrischen Erkrankungen spezialisiert und bereits an der psychiatrischen Pflichtversorgung von Patienten aus Frankfurt beteiligt sei.

Die Entscheidung sei das Resultat der Forderung nach einer medizinischen Spezialisierung der Krankenhäuser in Deutschland, erklärten die beiden Geschäftsführer der Bürgerhospital und Clementine GmbH, Marcus Amberger und Wolfgang Heyl. Beide Stiftungen hatten sich im Jahr 2009 zusammengeschlossen. Seit der Fusion hätten sich die beiden Häuser neben der Chirurgie, der Inneren Medizin und Augenheilkunde auf die Geburtshilfe und Kinderheilkunde konzentriert. Die Pressesprecherin des Bürgerhospitals, Kristin Brunner, bestätigte, dass das Bürgerhospital bereit ist, Hebammen und Pflegekräfte vom Markuskrankenhaus zu übernehmen, dessen Kreißsaal seit Jahresbeginn geschlossen ist. In der Frauenklinik des Markuskrankenhauses wird künftig die Onkologie im Mittelpunkt stehen. Die Beschäftigten der Suchtstation können entweder eine andere Tätigkeit im Bürgerhospital übernehmen oder nach Oberursel wechseln.

Für die DGD-Klinik Hohe Mark ist die Übernahme des Versorgungsauftrags für alkohol- und medikamentenabhängige Patienten ein „konsequenter und zielführender Schritt“ – so Krankenhausdirektorin Anke Berger-Schmitt. Sie möchte ihre Klinik zu einem „Kompetenzzentrum für Suchtbehandlungen“ weiterentwickeln. Anders als das mitten in Frankfurt gelegene Bürgerhospital ist die Klinik Hohe Mark über 20 Kilometer von der Frankfurter Stadtmitte entfernt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare