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Das Restaurant Im Sauern ist seit Sommer 2017 geschlossen.

Bürgerhaus in Nieder-Erlenbach

Bürgerhaus erhält kleine Küche

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Für das leerstehende Restaurant im Bürgerhaus im Frankfurter Stadtteil Nieder-Erlenbach gibt es eine Lösung. Stadtteilpolitiker und ABG Holding einigen sich bei einem Ortstermin auf eine kleine Catering-Küche.

Für das leerstehende Restaurant im Bürgerhaus Nieder-Erlenbach hat sich eine Lösung gefunden. Zwar wird es keine fest eingerichtete Gastronomie mehr geben, dafür aber eine kleine Cateringküche, in der Vereine, Privatpersonen oder eben Caterer kleine Speisen für Veranstaltungen zubereiten können. Darauf haben sich Vertreter des Ortsbeirat 13 und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding, Träger des Saalbau-Gebäudes, am Mittwochabend bei einem Ortstermin geeinigt.

Zuvor hatte der Ortsbeirat mehrfach eine Wiederbelebung der seit Sommer 2017 ungenutzten Gastronomie „Erlenbach“ in der Straße Im Sauern gefordert. ABG-Chef Frank Junker lehnte dies aus Kostengründen ab (die FR berichtete). Als sich der Ortsbeirat am Mittwochabend in Begleitung von Junker selbst ein Bild vom Zustand der Räume machen konnte, verstand er warum. „Der letzte Pächter hat das Restaurant in einem sehr bedenklichen Zustand über Nacht verlassen, da hätte ein großes Reinemachen nicht gereicht“, räumt CDU-Ortsvorsteher Yannick Schwander im Nachhinein ein. Zudem sei die komplette Entlüftungsanlage auf einem Stand, der heutzutage nicht mehr zulässig sei. 

Junker konnte dem Gremium glaubhaft versichern, dass mehrere potentielle Pächter beim Anblick der heruntergekommenen Räume abgesprungen seien. „Selbst die größten Kritiker der ABG-Entscheidung gegen eine Gastronomie waren nach der Führung milde gestimmt“, sagt Schwander. 

Zusätzlich zur Cateringküche sollen die restlichen Restauranträume so umgestaltet werden, dass Vereine sie für ihre Zwecke zur Miete nutzen können, stellte Junker beim Ortstermin in Aussicht. Im November soll bei einem Treffen aller Nieder-Erlenbacher Vereine geklärt werden, welchen Bedarf es gibt. „Wir brauchen keine Versammlungsräume“, stellt Schwander jetzt schon klar, „besser wären multifunktionale, in denen auch Sportkurse stattfinden können.“ 

„Es wird kein Wunschkonzert geben“, betont Junker auf Anfrage der FR. Wenn der Bedarf der Vereine feststeht, ginge man an die Planung der Räume. Das Konzept für die Cateringküche sei „kein großer Akt“ und könnte bereits bis Ende des Jahres vorliegen. Dass sich daraus doch irgendwann wieder ein Restaurantbetrieb wie früher entwickeln könnte, sieht Junker nicht. „Eine Bewirtung wird dort – wenn überhaupt – nur noch sehr eingeschränkt möglich sein.“

 Was die Qualität des Trinkwassers im Bürgerhaus angeht, konnte Junker den Ortsbeirat beruhigen. Es lägen keine Mängel vor. Wenn Vereine für ihre Feste Wasser vom Außenanschluss des Gebäudes beziehen, müssten sie nur die Leitung vorher gut durchspülen, weil sie sonst nicht mehr genutzt werde. 

Der Kerbeverein hatte dem Ortsbeirat berichtet, er habe sich nicht mit Wasser vom Bürgerhaus versorgen können, weil es nicht die entsprechende Qualität gehabt hätte (die FR berichtete). Der Ortsbeirat sorgte sich daraufhin auch im Hinblick auf andere Nutzer des Bürgerhauses. 

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