Klima in Frannkfurt

Bürger sollen Klima schützen

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Das Umweltamt schildert im Ortsbeirat, was auch Privatleute tun können. Bürger sind sauer, dass gleichzeitig für Bauarbeiten Bäume gefällt werden.

Zwar haben wir im Sommer in Frankfurt nicht ganz die Höchsttemperatur von 38,7 Grad gekappt, doch der Klimawandel ist definitiv allgegenwärtig“, leitet Hans-Georg Dannert vom Umweltamt die Präsentation der Ergebnisse des aktuellen Klimaplanatlasses der Stadt Frankfurt ein.„Die dadurch entstehenden Herausforderungen kann eine Stadtverwaltung nicht alleine stemmen“, sagte Dannert weiter.

Daher präsentierte er bei der Sitzung des Ortsbeirats 2 auch Möglichkeiten, um dieser extremen Entwicklung entgegenzusteuern. Dabei machte er nicht nur Werbung für die sogenannten mobilen „Grünen Zimmer“, welche im Sommer bereits an verschiedenen Orten in der Stadt aufgestellt wurden, um der Temperaturspeicherung stark versiegelter Flächen entgegenzuwirken. Den mikroklimatischen Belastungen könne auch im privaten Bereich erfolgreich begegnet werden, sagte Dannert und wies auf Fassadenbegrünungen oder entsprechende Innenhofgestaltungen hin.

„Wir sind hier im Westend, hier gilt Bauen vor Bäume“, entgegnete Dannert einer älteren Dame aus dem Publikum und verwies darauf, dass „allein diesen Monat 15 Bäume bei Bauarbeiten gefällt wurden“. Auch Gisela Becker aus dem Publikum zeigt sich irritiert, dass Privatpersonen aufgefordert werden, sich selbst um die Fassadenbegrünung zu kümmern, dass die Empfehlungen des Klimaplanatlasses bei sonstigen Baumaßnahmen im Stadtbezirk jedoch scheinbar keine Rolle spielten.

Beispiele dafür hatte sie genügend zur Hand. So wusste sie etwa vom Fällen von 18 Bäumen auf dem Friedhof Bockenheim oder dem Pflanzen von Pyramidenbäumen auf der Hansaallee zu berichten, „die überhaupt nicht dem im Klimaplanatlas formulierten Zweck entsprechen“. Von dem „Hotspot Campus Bockenheim, der uns schon jahrelang beschäftigt, ganz zu schweigen“, so Becker abschließend.

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