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Frankfurt: Bündnis kritisiert Magistrat, der Verkehrswendekonzept ablehnt

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Von: Florian Leclerc

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Ein Foto aus dem Fechenheimer Wald, der in Teilen für den Autobahnausbau gerodet werden soll.
Ein Foto aus dem Fechenheimer Wald, der in Teilen für den Autobahnausbau gerodet werden soll. Foto: Renate Hoyer © Renate Hoyer

Der Magistrat hat ein Strategiepapier über Alternativen zum Ausbau der Autobahnen im Frankfurter Osten abgelehnt. Dass sorgt für Kritik beim Bündnis Verkehrswende.

Der Magistrat hat das Verkehrswendekonzept „Alternative Verkehrskonzepte für den Frankfurter Osten“ des Bündnisses Verkehrswende weitgehend abgelehnt. „Wer so wenig ambitioniert und unflexibel ernstzunehmende Verkehrskonzepte mit einem Federstrich vom Tisch fegt, sollte sich über das Aufkommen von Aktionsformen wie der Letzten Generation nicht wundern“, sagte Willi Loose vom Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn (AUA), einer der Autoren des Verkehrskonzepts.

Eine Jahrhundertaufgabe wie die Klimaneutralität im Verkehr sei mit einem „Weiter-wie-bisher“ nicht zu erreichen. „Da müssen ausgelatschte Pfade der Verkehrsbewältigung verlassen und kreativ neues Verwaltungshandeln erprobt werden“, argumentierte er.

Bündnis: Magistrat hat Chance verpasst

Loose bemängelte, der Magistrat unterlasse es, Autos von der A66-Abfahrt beim Hessen-Center auf die U-Bahnen U4 und U7 zu lenken. Dafür sei ein Park-and-Ride-Platz nötig. Eine Verlängerung der U4 bis Maintal-Hochstadt auf der Trasse der A 66 ignoriere der Magistrat. Der Magistrat schlage auch nicht vor, wie der ÖPNV-Ausbau beschleunigt werden könne. Eine Verlängerung der U7 bis zum Riedbad ziehe der Magistrat nicht in Betracht.

„Alles geht seinen gewohnten Gang, als gäbe es keine besorgniserregende Klimakrise“, sagte Loose. Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) habe darüber hinaus die Chance verpasst, mit dem Bündnis das Gespräch zu suchen, bevor der Magistrat den ablehnenden Bericht veröffentlicht. Zum Bündnis Verkehrswende gehören: das Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn, die regionalen Gruppen von Attac, BUND, Greenpeace und VCD sowie die Bürgerinitiative Grüne Lunge, die Bürgerinitiative Riederwald und die Initiative Frankfurt 22.

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