Osthafen Frankfurt

Ort für Bühnen: SPD will Osthafen als Industriestandort in Frankfurt erhalten

  • schließen

Der SPD-Wirtschaftspolitiker Gregor Amann kritisiert den Vorschlag von Bettina Wiesmann (CDU) für die Städtischen Bühnen im Ostend.

Der Osthafen soll langfristig ein Industriegebiet bleiben. Das fordert die SPD im Römer und bekennt sich zum Konzept „Sicherung des Osthafens 2050+“.

„Wenn die CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Wiesmann den Osthafen als Stätte des vormaligen Industriezeitalters herabqualifiziert, nur um für die Verlagerung von Oper und Schauspiel zu werben, dann hat sie erschreckend wenig Ahnung von der Wirtschaft Frankfurts“, sagte Gregor Amann, der wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD im Römer. Auch falle sie ihrem Parteifreund Markus Frank in den Rücken. Der Wirtschaftsdezernent versuche seit Jahren, den Osthafen gegen die Begehrlichkeiten der Immobilienbranche zu verteidigen.

Christiane Loizides, die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU im Römer, widersprach der Darstellung, die CDU wolle die gewerbliche Nutzung des Osthafens insgesamt infrage stellen.

„Der Osthafen mit seinen Industrie- und Gewerbeanlagen wird durch einen Neubau von Oper und Schauspiel nicht gefährdet. Das würden wir auch nicht wollen, denn wir brauchen in Frankfurt dringend Gewerbeflächen“, sagte sie.

Die Mayfahrtstraße mit dem Raab-Karcher-Areal sei zwar faktisch im Osthafengebiet, aber die Straße liege auch an einer Übergangsstelle. Weitere Hafenflächen stünden mit einem Bühnenneubau nicht automatisch zur Disposition, auch nicht für den Wohnungsbau, führte sie aus.

Der SPD-Fraktion sei der Erhalt der Gewerbeflächen im und um den Osthafen besonders wichtig, sagte Amann indes. Diese Flächen würden nun „leichtfertig von Teilen der Frankfurter CDU“ infrage gestellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare