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Die Hallen sind in diesem Jahr bei der Buchmesse zu. Kalaene/dpa

Frankfurter Buchmesse

Buchmesse in Frankfurt: Sorge um die Kulturstadt

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Stadtverordnete debattieren im Kulturausschuss über die Frankfurter Buchmesse. Sie sind klar gegen eine Vermischung mit der Musikmesse.

Vertreter von Koalition und Opposition im Römer haben sich am Donnerstagabend im Kulturausschuss für eine klare Trennung von Frankfurter Buchmesse und Musikmesse im Jahr 2021 ausgesprochen. „Ich frage mich, wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, Musikmesse und Buchmesse zusammenzulegen?“, sagte Thomas Dürbeck (CDU). Er sorge sich mittlerweile um die Kulturstadt. Die Frankfurter Buchmesse sei die letzte verbleibende große internationale Publikumsmesse in Frankfurt. Der Frankfurter Oberbürgermeister als Aufsichtsratschef der Messe Frankfurt solle auf den Vorstand der Messe einwirken soll, damit es zu keiner Vermischung komme.

Sebastian Popp (Grüne) nannte die Durchmischung ein „Kuddelmuddel“, für das er Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) verantwortlich machte. Dieser habe eine Pressekonferenz mit Messe-Vorstand Detlef Braun zum Thema angesetzt, dann kurzfristig abgesagt. „Ich und der Oberbürgermeister sprechen mit einer Stimme, und wir sind klipp und klar gegen die Vermischung“, hob Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) hervor. Für die Aussteller seien die hohen Preise in den Hotels während der Messe ein Problem. Eugen Emmerling (SPD) betonte, auch künftig müsse das Buch im Mittelpunkt stehen. Bernhard Maier (Grüne) ergänzte, die Messe müsse Begegnungsort für Autorinnen und Autoren und Publikum bleiben. Martin Kliehm (Linke) sprach davon, die Musikmesse habe ein noch größeres Problem als die Buchmesse, weil Aussteller von Musikinstrumenten fern blieben. Kliehm wandte sich ebenfalls gegen eine „Verwässerung“ der Buchmesse.

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