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Buchmesse in Frankfurt: Der Traum vom spannenden Lehrbuch

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Von: Steven Micksch

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Illustrator Daniel Ebert arbeitet im Editorialbereich.
Illustrator Daniel Ebert arbeitet im Editorialbereich. © Steven Micksch

Daniel Ebert verdient mit Illustrationen seinen Lebensunterhalt. Eigentlich wollte er Lehrer werden und hat vielleicht auch deswegen noch große Visionen für Lehrmittel.

Eigentlich wollte Daniel Ebert Lehrer werden, Kunstlehrer, um genau zu sein. „Doch meine Bilder waren zu illustratorisch“, erzählt er im Gespräch mit der FR am Stand des Vereins Illustratoren-Organisation auf der Buchmesse. Also schwenkte der 35-Jährige um, studierte im Bachelor Kommunikationsdesign und absolvierte später noch seinen Master in Informationsdesign. Seit 2016 ist er selbstständiger Illustrator und hauptsächlich im Editorialbereich tätig.

Der Mann aus Aschaffenburg, der mittlerweile in Würzburg lebt, gestaltet Illustrationen für Magazine oder auch Messeaussteller. Das sei meist kurzlebiger, und man habe weniger Zeit für die Gestaltung. Bei seinen Arbeiten setzt der 35-Jährige auf analoge Zeichnungen, die er digital nachkoloriert.

Jeder Illustrator und jede Illustratorin hätten ein eigenes Steckenpferd, einen eigenen Stil, „die eigene Handschrift“, wie Ebert sagt. Man erkenne durchaus Charakterdesigns wieder oder die spezielle Farbgebung. Er selbst ziehe seine Farbpalette gern durch, setze auf gute Farbkombinationen.

Für den Kinderbuchmarkt seien seine Illustrationen zu frech, sagt der Würzburger. Aber den Traum, ein spezielles Buch zu gestalten, hat er trotzdem. Ebert würde gern Lehrmaterialien für die Schule gestalten. „Die sind oft sehr dröge.“ Er würde sie gern unterhaltsamer und motivierender gestalten, doch die Verlage seien in dieser Hinsicht sehr zurückhaltend.

Daniel Ebert ist eines von 2600 Mitgliedern in der Illustratoren-Organisation. Der Verein sei eine gute Anlaufstelle, um zu erfahren, wie man von der Illustration leben könne. Zumindest die Grundpfeiler verrät der 35-Jährige: Akquise und viele Messebesuche.

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