Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Sollen Rechtsextreme auf der Buchmesse ihre Bücher ausstellen dürfen? Foto: Renate Hoyer
+
Sollen Rechtsextreme auf der Buchmesse ihre Bücher ausstellen dürfen?

Stadt sucht Dialog mit Messeleitung

Buchmesse Frankfurt: Streit über rechte Verlage geht weiter

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
    schließen

Nach Kritik wegen der Anwesenheit von Rechten verweist die Frankfurter Buchmesse erneut auf ihr Sicherheitskonzept. Die Stadtregierung will mit der Messe eine Lösung finden.

Frankfurt - Die Debatte über rechte Verlage auf der Frankfurter Buchmesse geht auch nach dem Ende des diesjährigen Treffens der internationalen Buchbranche weiter. Nachdem Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) öffentlich Bedenken geäußert hatten, ob die Buchmesse sich in dem Streit richtig verhalten habe, teilte Pressesprecherin Kathrin Grün der Frankfurter Rundschau am Montag auf Nachfrage mit, man stehe dazu bereits im Austausch mit Vertreter:innen der Stadt Frankfurt.

Debatte um Rechte bei Frankfurter Buchmesse: „Es kam zu keinem Zeitpunkt zu einer Bedrohungslage“

Messedirektor Juergen Boos betonte gegenüber der FR, das Thema Sicherheit habe eine hohe Priorität für die Buchmesse. „Es kam zu keinem Zeitpunkt zu einer tatsächlichen Bedrohungslage“, betonte Boos. Messegäste, die gefährdet seien, würden im Vorfeld „gesondert betrachtet und es werden individuelle Maßnahmen für sie erarbeitet“, sagte Boos. Dazu habe es in diesem Jahr auch Gespräche mit dem Management der Autorin Jasmina Kuhnke gegeben, die letztlich nicht auf die Buchmesse gekommen war.

Kuhnke hatte ihre Absage damit begründet, dass sie sich als Schwarze Frau unsicher fühle, weil auch die Verlage „Jungeuropa“ und „Oikos“ auf der Messe waren, die zum Netzwerk der sogenannten Neuen Rechten zählen. Auch andere Autor:innen hatten daraufhin ihre Auftritte in Solidarität mit Kuhnke abgesagt.

An prominenter Stelle: In der Nähe des „Blauen Sofas“ waren rechte Verlage platziert.

Rechte bei Buchmesse: Stadt Frankfurt will Austauch mit Messeleitung

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hatte am Sonntag in der Paulskirche bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels gesagt, er mache sich „Sorgen, richtig große Sorgen“, wenn er höre, „dass Autorinnen Angst haben, nach Frankfurt zu fahren, weil sie hier auf rechtsradikale Verlage und Autoren treffen könnten“. Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) hatte zuvor gesagt, es sei nicht akzeptabel, dass Menschen einer Frankfurter Messe fernblieben, „weil sie sich bedroht fühlen“. Sie wolle daher mit Juergen Boos das Gespräch suchen.

Eskandari-Grünbergs Sprecher Martin Müller sagte der Frankfurter Rundschau am Montag, das Integrationsdezernat habe Boos bereits um einen Termin für ein Gespräch gebeten, bisher aber noch keine Antwort erhalten. Man hoffe darauf, dass „zeitnah“ Gespräche stattfinden könnten, so Müller. Eskandari-Grünberg habe keine konkrete Vorstellung, wie die Buchmesse in Zukunft mit Rechtsextremen umgehen solle; es müsse aber besprochen werden, „wie man mit diesem Thema umgehen kann, so dass es nächstes Jahr nicht wieder aufploppt“, sagte Müller. Es brauche eine einvernehmliche Lösung mit der Buchmesse und konkrete Vereinbarungen. (Hanning Voigts)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare