Traditions-Buchhandlung

Angst vor hoher Miete

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Der Karl-Marx-Buchhandlung droht der Umzug nach fast 50 Jahren in Bockenheim.

Nach fast 50 Jahren in der Bockenheimer Jordanstraße droht der Karl-Marx-Buchhandlung ein Umzug. Das Haus, in dem die traditionsreiche Buchhandlung ihr Domizil hat, wird Mitte April zwangsversteigert. Geschäftsführerin Verena Schaedel fürchtet, dass der neue Eigentümer das Haus umfassend sanieren wird. „Er wird dann seine Rendite haben wollen“, sagt Schaedel. Eine Mieterhöhung, lässt sie durchblicken, könne sich die Buchhandlung wegen des schwierigen Marktes nicht leisten.

Für die Geschäftsführerin kommt die Zwangsversteigerung nicht überraschend. Schon seit Jahren habe die Buchhandlung das Geld nicht mehr an die Vermieterin selbst, sondern an Drittschuldner überwiesen. Die Beschlagnahme des Hauses, das um etwa 1895 gebaut worden sein soll, war laut Beschluss des Amtsgerichts schon im August 2017.

Die Buchhandlung hat, auch um die Kunden zu informieren, seit Mittwoch eine Unterschriftenliste im Laden ausgelegt, in der die Kunden ihre Solidarität bekunden können. Schaedel räumt ein, dass dies nur einen symbolischen Wert haben könne. Sollte die Buchhandlung aus der Jordanstraße 11 ausziehen müssen, will Schaedel auf alle Fälle an anderer Stelle in Bockenheim weitermachen, da viele Kunden aus dem Stadtteil kämen.

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