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Buch von Thomas Bäppler-Wolf: Weeschweiser dorch Frankfort

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Von: Florian Leclerc

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Thomas Bäppler-Wolf hat schon Ideen für weitere Bände.
Thomas Bäppler-Wolf hat schon Ideen für weitere Bände. Foto: Peter Jülich © Peter Jülich

Thomas Bäppler-Wolf hat in seinem Buch „Wasse schon immer iwwer Frankfort wisse wollde...“ Wissen über Frankfurt auf Hessisch gesammelt.

Der Entertainer, Stadtführer und SPD-Stadtverordnete Thomas Bäppler-Wolf, bekannt als Bäppi oder Bäppi La Belle, hat ein Buch geschrieben. „Wasse schon immer iwwer Frankfort wisse wollde...“ heißt es. Der Titel ist Programm.

Auf 96 Seiten beantwortet Bäppler-Wolf auf Hessisch Fragen über Frankfurt. Das klingt dann so: „Kann man jederzeit einfach in den Römer? Um Goddeswille, naa. Als Tourist kann mer nur in de Kaisersaal. Den kann mer besischdische. Fer alles annern brauch mer Termine.“

Oder so: „Hat Frankfurt an der Oder etwas mit uns Frankfurtern zu tun? Noja, die Franke warn halt iwwerall (....)“.

Hessisch wirkt ansteckend

Die Idee, erzählt Bäppler-Wolf, geht auf seine Radiokolumne zurück. Bei Radio Frankfurt, früher Antenne Frankfurt, babbele er freitagsmorgens um 8.20 Uhr in der Sendung „Bürger fragen - Bäppi antwortet“. In den ersten Wochen seien dabei mehr als hundert Fragen zusammengekommen. Die habe er gesammelt und daraus ein Buch gemacht.

Neben Fragen zu „Geschichte & Politik“, „Main & Natur“ oder „Essen & Trinken“ sammelt er auch Schimpfwörter („Knodder Wördder“) und Übersetzungen: Hessisch-Deutsch und Hessisch-Englisch. Denn das Zielpublikum seien „alle“ - Frankfurter:innen, Eingeplackte, Tourist:innen oder Menschen aus Offenbach. „De Frankforder kimmt uff die Welt unn kann drei Sache saache: Mamma, Babba, Scheiß Offenbach“, verrät Bäppler-Wolf. Und erklärt dann im Buch, worin der Konflikt wurzelt.

Auch wenn Hessisch reden ihm leicht falle, sei Hessisch schreiben doch recht schwer, findet Bäppler-Wolf. Lange habe er mit seiner Lektorin Käthe Fleckenstein gerungen, ob Frankfort nun mit -t oder -d am Ende geschrieben werden sollte. Er rang sich schließlich zum -t durch - auch weil Menschen in sozialen Medien dazu eine dezidierte Meinung hatten.

So viel Hessisch wirkt allerdings ansteckend. Naach enne kurze Weil fange aach die aweesende Joornalistinne un Joornaliste im sibbeunzwaanzigsde Stock bei Radio Frankfort mit dem Hessischgebabbele an. So gut sies ewwe kenne. Aba es is ja aach noch kei Meista vom Himmel gefalle.

Das Buch: Thomas Bäppler-Wolf, „Wasse schon immer iwwer Frankfort wisse wollde...“, erschienen bei Ramubu - Ramses Musik und Buchverlag, 2022, 14,90 Euro.

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