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Geschenke liegen unter einem Weihnachtsbaum.

Weihnachtsgeschenke in Frankfurt

Geschenke in letzter Minute

In Kürze ist Heiligabend und Ihnen fehlen noch ein paar Weihnachtsgeschenke für Verwandte, Freunde oder Bekannte? Wir wüssten da was. Frankfurt hat einiges zu bieten.

Ein paar Tipps der FR-Redaktion für alle, die noch ein Geschenk brauchen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Kuschel-Bembel oder einem Starschnitt  des Eintracht-Museums? Hier alle Vorschläge:

Die Museumsufercard

Wer jetzt rasch handelt, spart. Denn die Museumsufercard der Stadt, die ein Jahr lang kostenlos den Zugang für 34 Museen und Ausstellungshäuser erlaubt, wird am 1. Januar 2019 teurer. Dann kostet sie 95 Euro statt der bisherigen 85 Euro. Auch das Angebot für die Familien ist leider vom 1. Januar an nicht mehr so preiswert wie bisher. Der Preis für zwei Erwachsene zuzüglich Kindern oder Enkelkindern unter 18 Jahren steigt dann von 150 auf 165 Euro. Leider ist der Preis seit der Einführung des Tickets im Jahre 2000 kontinuierlich geklettert. Damals hatte es lediglich 99 Mark gekostet. Mit der Einführung des Euro im Jahre 2002 war der Preis der Card dann auf 49 Euro gestiegen. 2009 war der Preis schon bei 75 Euro angelangt, um dann 2012 auf 85 Euro zu steigen. Der Beliebtheit des Tickets hat das keinen Abbruch getan, Zehntausende von Menschen in Frankfurt und aus der Rhein-Main-Region nutzen es. Mittlerweile gehören zum Angebot nicht nur Frankfurter Kulturinstitutionen vom Archäologischen Museum bis zum Städel. Auch das Sinclair-Haus in Bad Homburg und das Klingspor-Museum in der Nachbarstadt Offenbach sind dabei.   Weitere Infos unter: museumsufercard.de (jg)

Der Kuschel-Bembel

Es ist, ohne Frage, das ultimative Geschenk. Damit können Sie unterm Weihnachtsbaum mal so richtig Furore machen. Vergessen Sie die neue Dünndruck-Gesamtausgabe von Walter Benjamin und die 24-CD-Box von Bruce Springsteen. Die Alternative aus Frankfurt lautet: der Kuschel-Bembel (8,95 Euro). Sie haben schon ganz richtig gelesen. Der Bembel ist ja das irdene Gefäß, in dem wir in Frankfurt unseren Ebbelwei kredenzt bekommen. Doch die Stadt Frankfurt hat ein schönes Kopfkissen eben in Bembelform gestalten lassen, grau mit blauem Muster, auf das Sie Ihr müdes Haupt betten können – nicht nur während der Weihnachtstage. Thomas Feda, der unermüdliche Geschäftsführer der städtischen Tourismus und Congress GmbH, hat sich das einfallen lassen. Er kam darauf, weil sein Kollege von der Kölner Touristik GmbH ein ähnlich schönes Produkt feilbietet: den Kuschel-Dom. Aber wir in Frankfurt sind nicht so leicht zu toppen. Als Last-Minute-Geschenk offerieren wir auch die Ebbelwei-Seife (3,95 Euro) – die können Sie lutschen oder sich damit unter der Dusche schön einseifen. Frohes Fest!  Zu kaufen gibt es diese Geschenke in den Tourismusinformationen im Hauptbahnhof und am Römerberg sowie am Frankfurt-Stand auf dem Weihnachtsmarkt am großen Baum. (jg)

Honig

Drohnen sind ja dieser Tage ganz beliebt als Geschenk – aber jetzt nur noch nervenaufreibend in völlig überfüllten Geschäften zu bekommen. Und mit den rechtlichen Grundlagen für den Drohnenflug ist das auch so eine Sache. Dann doch lieber beim Last-Minute-Geschenk an die tierischen Drohnen halten. Oder vielmehr an deren Schwestern. Die sammeln schließlich den Nektar für den Honig. Im Honighaus Wagner auf dem Weihnachtsmarkt gibt es ihn in allen möglichen Variationen. Weine, Liköre, Schnäpse, Kerzen, Kosmetik – alles ist bei Familie Wagner aus dem Odenwald aus Honig. Und oft aus eigener Produktion. Ihre Bienen fahren sie im Frühjahr nach Fehmarn zur Rapsblüte, es geht quer durch Deutschland, um die Blüte von Akazien und Edelkastanien abzupassen. 14 eigene Sorten Honig gibt es im Honighaus – einem jahrhundertealten Fachwerkhaus, das direkt an der Paulskirche aufgestellt ist. Blütenhonig mit Früchten, Nüssen oder Rosenblättern verfeinert, Kerzen in Form von Schafen, Engeln und Eulen, Orangen-, Tannen- und Lindenhonigmet. Auch der Eierlikör ist mit Honig aus dem Odenwald gesüßt. Irgendwie ist für jedes Familienmitglied was dabei. Wer nun nichts verschenken will, das er nicht kennt: Es gibt eine Probierbar. Allerdings alles nur noch am heutigen Samstag – dem letzten Tag des Weihnachtsmarktes.  (sabu)

Der geschenkte Baum

In den Zeiten des Klimawandels werden Bäume wichtiger denn je. Die Stadt versucht, sie zu schützen und zugleich möglichst viele neue Bäume anzupflanzen. Wer das möchte, bekommt deshalb vom Umweltamt der Stadt einen Baum geschenkt. Dafür muss ein Grundstück vorhanden sein, auf dem der Baum eingesetzt wird. Das Angebot gilt nur im Stadtgebiet von Frankfurt. Es werden nur Laubbäume gefördert, weil diese für den Naturhaushalt in der Stadt wertvoller sind als Nadelbäume. Diese Offerte beinhaltet keinen Rechtsanspruch auf Kostenübernahme. Wer will, kann sich jetzt beim städtischen Umweltamt melden. Die Fachleute der Kommune kommen dann zu Besuch und helfen bei der Auswahl eines geeigneten Baumes für das Grundstück. Der nächste Schritt: Sie kaufen den Baum, etwa bei einer Baumschule, sie pflanzen den Baum ein oder lassen ihn einpflanzen. Dann schicken Sie die Rechnung an das Umweltamt der Stadt, das sie bezahlt. Sie pflegen den Baum und freuen sich täglich an ihm – für den Rest ihres Lebens. Weitere Informationen bekommen Sie jetzt beim städtischen Umwelttelefon unter der Telefonnummer 069/212 39100 oder per E-Mail unter der Adresse: umwelttelefon@stadt-frankfurt.de (jg)

Bethmännchen

Bethmännchen sind eine Frankfurter Spezialität. Und weltweit bekannt. Bethmännchen naschen die Madrilenen, die Slowenen, die New Yorker und sogar Menschen in Ostfriesland. Das liegt daran, dass ich das Gebäck auf Reisen stets als Gastgeschenk mitnehme. Bethmännchen sind viel leichter zu transportieren als etwa Apfelwein und, Pardon, auch viel köstlicher als Apfelwein. Immer wenn ich den Fehler begangen habe, Frankfurter Ebbelwei zu verschenken, habe ich die Flaschen noch Jahre später bei den Beschenkten in dunklen Kellerecken aufspüren können, verschlossen und unberührt. Die kleinen Marzipankügelchen überstehen dagegen nicht einmal die ersten Stunden eines Besuchs. Der Legende nach hat sie einst der Küchenchef der Frankfurter Bankiersfamilie Bethmann erfunden, Jean Jacques Gautenier. Die im 19. Jahrhundert angesagten Frankfurter Brenten waren ihm wohl zu schwer und unförmig. Er formte die Gebäckmasse zu kleinen, mundgerechten Kugeln und verzierte sie mit vier Mandelhälften – eine für jeden der Söhne der Familie: Moritz, Karl, Alexander und Heinrich. Als Heinrich 1845 starb, verloren die Bethmännchen eine Mandelhälfte. Früher ein Weihnachtsgebäck, führen seriöse Konditoren und Händler von Heimatdevotionalien sie inzwischen das ganze Jahr über. Und zur Not kann man sie auch selbst backen. (sky)

Goetheturm-Fotowürfel

Der Goetheturm ist so etwas wie die Frankfurter Ausgabe von Boris Becker: abgebrannt, aber unvergessen! In der Nacht zum 12. Oktober 2017 wurde der beliebte Aussichtsturm Opfer eines mutmaßlichen Serienbrandstifters, der sich leider bis zum heutigen Tage noch seiner Freiheit erfreut. Derzeit erinnert nur noch Ground Goethe am Rand des Stadtwalds an die gute alte Zeit. Und natürlich die Fotowürfel von „Frankfurter Bubb“. Die Gebilde haben ein Ausmaß von zehn mal zehn mal drei Zentimetern, haben an der Rückseite eine praktische Befestigungsvorrichtung, sind ansonsten aber von betörender Nutzlosigkeit und ganz aus Holz. Man bekommt sie an diversen Orten, unter anderem in den „Hessen-Shops“, für knapp 20 Euro. Auf der Vorderseite prangen Motive des Fotografen Alex Habermehl – der Goetheturm, aber auch andere schöne Frankfurter Motive wie etwa die Detektiv-Tudor-Fassade. Falls der Beschenkte keinen Sinn für Schönheit hat, kann er den Würfel auch in seinen Garten als Brandstifterfalle legen. Denn der Feuerteufel kann Holzprodukten nicht widerstehen. Wer immer ihn fängt, den erwartet die Goetheturmplakette der Stadt Frankfurt am Bande. Mindestens! Hessen-Shops findet man etwa in der Kleinmarkthalle, der Berger Straße 148 oder der Leipziger Straße 49. (skb)

Kalender

Sie wissen doch, was ein Edelborsdorfer ist? Richtig: die älteste dokumentierte deutsche Apfelsorte, schon 1175 erwähnt. Bald tausend Jahre alt! Und trotzdem ist das Fruchtfleisch des Edelborsdorfers noch immer mild „und von angenehm feinem Geschmack“ – wenn man denn einen bekommt, denn: „Der Edelborsdorfer ist eine pomologische Rarität und stark gefährdet“, heißt es im Kalender „Hessische Äppel 2019“. Da prangt der Edelborsdorfer sonnengelb auf dem Blatt für den April, frech beäugt von einem Comicwurm, der auf allen zwölf Seiten aus einem grünen Apfel lugt. Ersonnen hat den Kalender die kreative Truppe von allesgude.de, die Leute, die sich ums Frankfurter Kulturgut verdient machen, seien es Wasserhäuschen oder seien es Äpfel. Federführend ist Hubert Gloss, der Frankfurter Wasserhäuschenlotse, der Interessierte auf kurzweiligen Touren durch die Stadt führt, von Büdchen zu Büdchen. Da gibt es Apfelwein zu trinken, und dazu braucht der Frankfurter: Äpfel. Selten begegnet man etwa dem Kalbfleischapfel, Kalenderstar im Januar, dem Seestermüher Zitronenapfel (Juli) oder der Sorte Ingrid Marie, die übrigens „zu Weihnachten sehr beliebt“ ist, wie der Kalender erläutert. Kalender „Hessische Äppel“, zu beziehen über allesgude.de, zwölf farbige Blätter, 12,90 Euro (ill)

Kaffee

Richtig guten Kaffee gibt es in Frankfurt selten. Manchmal schmeckt er zu bitter, mitunter zu milchig und meist zu wässrig. Extrem lecker ist er bei Hoppenworth und Ploch. Die Frankfurter Rösterei verkauft neben ihrer Filiale an der Uni am Campus Westend und auf der Friedberger Landstraße zum Glück auch an andere Gastronomen und Cafés. Wer sich den Geschmack nach Hause holen will, kann die Bohnen oder den Filterkaffee auch selbst besorgen. Die Bohnen, die etwa aus Äthiopien, Guatemala oder El Salvador stammen, sollen die unterschiedlichsten Aromen entfalten, Schokolade beispielsweise, Blaubeere, Karamell oder Kräuter. Die Händler suchen die Röster gezielt und nach Nachhaltigkeit aus. Eine 250-Gramm-Packung gibt es ab circa neun Euro, das reicht für etwa 20 Tassen. Und sie lässt sich prima unter den Baum legen. Das Café in der Friedberger Landstraße 86 hat, gut für Last-Minute-Besorger, noch am 24. Dezember bis 14 Uhr geöffnet. Wer mit der eigenen Siebträgermaschine nicht zurechtkommt, oder wem der Kaffee am heimischen Frühstückstisch nicht schmeckt, kann dem oder der Liebsten ein Barista-Seminar schenken. Die perfekte Milchtextur samt Motiv lernt man im Latte-Art-Kurs. Die Seminare, ab 59 Euro, lassen sich auch online bestellen, unter hoppenworth-ploch.de. (jkö)

Starschnitt

Man kann der Eintracht ja viel vorwerfen. Dass sie 1992 nicht Meister geworden ist (gut, da hatte auch ein Schiedsrichter mit zu tun). Dass sie sich von einem Fußballgott getrennt hat. Und dass Ante Rebic am Mittwoch nicht den Ball ins Mainzer Tor geschossen hat. Der Umgang mit dem DFB-Pokal ist aber vorbildlich. Der Verein versteckt die im Mai gewonnene Trophäe nämlich nicht, sondern im Gegenteil: Er geht damit hausieren. Bei jeder Gelegenheit präsentieren Eintracht-Obere wie Axel Hellmann oder Peter Fischer das gute Stück. Auch zur FR haben sie den Pokal einmal für einen Tag gebracht. Kollegen berichten heute noch von dem Moment, als sie ihn in den Händen hielten. Das Problem ist nur: Auch die schönste Roadshow geht einmal zu Ende. Ab Sommer 2019 sind wir... äh, Verzeihung; ist die Eintracht ja nicht mehr Pokalsieger. Damit die Erinnerung bleibt, hat das Eintracht-Museum einen Starschnitt des Pokals entworfen. Dieser besteht aus neun einzelnen Din-A4-Blättern, und anders als früher beim Robbie-Williams-Starschnitt in der „Bravo“ bekommt man gleich alle Teile auf einmal und muss nicht Woche für Woche auf Nachschub warten. Den Starschnitt gibt es für 6,95 Euro im Eintracht-Museum im Waldstadion, das vor Weihnachten noch am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet hat. (geo)

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