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Breiter Radweg nach Bockenheim

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Von: Florian Leclerc

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Der Radweg an der Schönen Aussicht war das erste sichtbare Projekt des Radentscheid-Kompromisses.
Der Radweg an der Schönen Aussicht war das erste sichtbare Projekt des Radentscheid-Kompromisses. © Michael Schick

Der Magistrat hat einen Bericht vorgestellt, in dem alle Projekte zum Radentscheid aufgelistet sind. Die Initiative Radentscheid begrüßt die Projekte - und fordert ein Gesamtkonzept.

Der Magistrat hat einen Statusbericht zur Umsetzung des Radentscheid-Kompromisses veröffentlicht. Daraus geht unter anderem hervor, dass auf der Bockenheimer Landstraße im kommenden Jahr ein breiter Radweg gebaut werden soll.

Außerdem liegt demnach eine Machbarkeitsstudie zu einer durchgehenden Fahrradtrasse auf dem City- und Anlagenring vor und soll bis zum Sommer vorgestellt werden.

Die Vorplanung für den Radweg auf der Schwarzwaldstraße und der Rennbahnstraße ist dem Bericht zufolge fertig; die Stadtverordneten müssen noch darüber abstimmen.

Der Statusbericht listet alle Projekte zur Förderung des Radverkehrs auf, die seit 2019 in Frankfurt umgesetzt wurden. So wurden jedes Jahr mehr als 2000 neue Fahrradstellplätze geschaffen. Mit dem Aufstellen der sogenannten Omegabügel sei das Falschparken an zahlreichen Kreuzungen unterbunden worden, teilte der Magistrat mit.

Ergänzend zu den Fahrradbügeln seien zweigeschossige Fahrradabstellanlagen an verschiedenen Bahn-Stationen aufgestellt worden, etwa in Bonames Mitte, an der Galluswarte, in Griesheim und in weiteren Stadtteilen. Am Bahnhof Höchst wurden zwölf abschließbare Fahrradboxen mit Lademöglichkeiten für Pedelecs eingerichtet.

Rote Markierungen für den Radverkehr wurden unter anderem an Kreuzungen zwischen Mainkai und Neuer Mainzer Straße, am Grüneburgweg / Ecke Eschersheimer Landstraße und an der Taunusanlage hin zur Bockenheimer Landstraße auf den Boden aufgetragen. Weitere Rotmarkierungen, die nicht im Radentscheid-Kompromiss aufgelistet sind, kamen zum Beispiel an den Kreuzungen Adickesallee und Eckenheimer Landstraße, Marbachweg und Eckenheimer Landstraße sowie auf der Walter-Kolb-Straße über die Elisabethenstraße hin zur Brückenstraße hinzu.

Sichtbar wurde der Radentscheid-Kompromiss im Oktober 2019, als ein roter Radweg an der Schönen Aussicht markiert wurde. Es folgten weitere baulich getrennte Radwege unter anderem auf der Konrad-Adenauer-Straße und der Kurt-Schumacher-Straße sowie der Friedberger Landstraße im Jahr 2020.

Für den fuß- und fahrradgerechten Umbau der Schweizer Straße liegt eine Machbarkeitsstudie vor, ein städtebaulicher Wettbewerb soll folgen. Nach dem Oeder Weg sollen der Grüneburgweg und der Kettenhofweg demnächst fahrradfreundlich umgebaut werden.

„Der Erfolg der umgesetzten Maßnahmen, allen voran die Leuchtturmprojekte an der Friedberger Landstraße und auf dem Oeder Weg zeigen, dass viele Frankfurter:innen eine andere Stadt wollen und dass alle von einer menschenfreundlichen Umgestaltung von Straßen profitieren können“, teilte Alexander Breit, Sprecher des Radentscheid Frankfurt, als Reaktion auf den Statusbericht mit.

Der Radentscheid begrüßte die Umsetzung einzelner Maßnahmen und forderte darüber hinaus ein übergreifendes Konzept für den Netzausbau sowie einheitliche Gestaltungsprinzipien. Zuletzt hatte der Radentscheid ein Gestaltungskonzept vorgestellt, um kleine Kreuzungen sicherer für den Fuß- und Radverkehr zu machen.

Auf den Radentscheid-Kompromiss hatte sich die frühere Koalition im Römer 2019 nach Verhandlungen mit der Initiative Radentscheid verständigt. Beim Radentscheid kamen 2018 etwa 40 000 Unterschriften von Frankfurterinnen und Frankfurtern zusammen.

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