+
Die Alte Oper: Am Freitagabend Schauplatz für einen Promi-Auflauf.

Hessische Film- und Kinopreise

Hollywood-Glamour in der Alten Oper

  • schließen

Die Hessischen Film- und Kinopreise sind in der Alten Oper in Frankfurt vergeben worden. Matthias Brandt erhält den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten. Lena Urzendowsky und Thomas Schmauser sind beste Schauspieler.

Matthias Brandt muss auf den Weg über den Roten Teppich in die Alte Oper nicht nervös sein. „Ich kann freudig und entspannt in die Veranstaltung gehen ohne diesen typischen Nominierungsstress“, sagt er. Denn er weiß schon, dass er zumindest einen Preis an diesem Abend sicher hat. Das ist schon länger bekannt. Er bekommt den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Es ist die 29. Ausgabe des Hessischen Film- und Kinopreises. Fans bejubeln die Promis auf dem roten Teppich und sammeln wie Norbert Amon aus Gründau Autogramme. Das Ding bevor es Selfies gab. „Ich habe 5000 Autogramme in acht Jahren gesammelt“, sagt er. Von Brandt hat er schon eins.

Der 57-jährige Brandt ist auch als „bester Schauspieler“ nominiert. Und zwar für seine Rolle im Beziehungsdrama Toulouse. Den Preis als bester Schauspieler hatte er bereits 2014 gewonnen. An diesem Freitagabend nimmt ihn aber ein anderer mit nach Hause. Der Münchner Film- und Theaterschauspieler Thomas Schmauser. Und das obwohl er vorab auf dem roten Teppich sagt: „Ich gehe nicht davon aus, dass ich den Preis gewinne. Seit 20 Jahren laufe ich unter dem Radar - ich mag das auch. Ich habe eine schlechte Statistik.“ Bis jetzt. Der 45-Jährige überzeugte die Jury als exzentrischer Modezar. Und zwar in der ARD-Filmsatire „Der große Rudolph“ von Alexander Adolph aus dem Jahr 2018. Schmauser spielt den verstorbenen Münchner Modedesigner Rudolph Moshammer. Hannelore Elsner gibt dessen Mutter Else und an dem Abend auch fleißig Autogramme. 

Als „beste Schauspielerin“ wird Lena Urzendowsky ebenfalls für „Der große Rudolph“ ausgezeichnet. Die 18-jährige Berlinerin (Jahrgang 2000) durfte sich schon 2017 über den Grimme-Preis freuen. Damals für ihre Rolle als Opfer eines perfide eingefädelten sexuellen Missbrauchs im ARD-Film „Das weißen Kaninchen“. Diesmal spielt sie die Unschuld vom Lande Evi, die Moshammer mit ihrer Natürlichkeit so berührt, dass er sie zu seiner Verkaufsassistentin macht. Fast unbemerkt huscht sie über den roten Teppich. Wie ist es so jung schon so viele Preise zu erhalten? „Das ist total unwirklich.“ 

Hollywoodstar Michael Madsen – genau, der aus den Tarantino-Filmen wie „Reservoir Dogs“ oder „Kill Bill“ – ist auch da. Mit Frau und – na klar – Cowboyhut. Und zwar um den Kinokulturpreis für gewerbliche und nichtgewerbliche Kinos an die hessischen Kinoprogrammmacher zu vergeben. „Und mal meine Frau auszuführen“, sagt er und lacht. Gerade hat er wieder mit Tarantino gedreht. In „Once upon a Time in Hollywood“, da spielt er neben Brad Pitt und Leonardo DiCaprio. Frankfurt mag Madsen nach eigenem Bekunden übrigens sehr. „Coole Stadt und tolles Wetter.“ Fast wie L.A. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare