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Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU, rechts im Bild), hier im Gespräch mit Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne).

Eintracht Frankfurt

Einsatz gegen Eintracht Frankfurt-Fans: Bouffier stützt Beuth

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) äußert sich zu dem Polizeieinsatz gegen Eintracht Frankfurt-Fans.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich im Streit über einen Polizeieinsatz gegen Eintracht-Fans vor die hessische Polizei und Innenminister Peter Beuth (CDU) gestellt. Die Polizei müsse verhindern, „dass Unschuldige Opfer werden“, sagte Bouffier am Freitag in der Wiesbadener Staatskanzlei auf eine entsprechende Frage der FR.

Vor dem Europapokalspiel von Eintracht Frankfurt gegen Schachtjor Donezk im Februar hatte die Polizei die Fankurve des Stadions nach Pyrotechnik abgesucht, aber nichts gefunden. Kurz vor dem Spiel beschlagnahmten Polizisten ein Transparent, das sich gegen Innenminister Beuth richtete. Dabei sollen zwei Fans verletzt worden sein. Beuth war schon vor diesem Einsatz zur Zielscheibe der Fankritik geworden, weil er härtere Strafen für den Einsatz von Leuchtkörpern fordert.

„Dass Bengalos im Stadion nicht erlaubt sind, ist uralt“, sagte Bouffier. Ziel des polizeilichen Vorgehens müssten der Schutz der Menschen im Stadion sowie „die ungetrübte Freude“ am Fußballerlebnis sein.

Bouffier machte deutlich, dass das konkrete Vorgehen Sache der Polizei sei. „Ich kenne keinen einzigen Innenminister, der jemals einen Einsatz geleitet hat“, sagte der Ministerpräsident. Beuth hatte gesagt, dass er über den Einsatz nicht vorab informiert gewesen sei.

Unmut bei den Grünen über Polizei-Einsatz gegen Eintracht-Fans

Bei den in Hessen mitregierenden Grünen hatte das Vorgehen der Polizei und die Rückendeckung durch Beuth intern für Unmut gesorgt. „Wir haben darüber gesprochen“, sagte Bouffier nach einer Klausur der Landesregierung in Marburg. Der neben ihm stehende Vizeministerpräsident Tarek Al-Wazir (Grüne) kam bei dem Thema nicht zu Wort. Bouffier schloss seine Ausführungen mit den Worten: „Das sehen wir alle gemeinsam so.“

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