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Viel Platz am Ratsweg.

Wochenmarkt

Bornheimer Markt verkauft an der Eissporthalle

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Weil es an der Berger zu eng ist, wird nun am Festplatz am Ratsweg verkauft. Wie Kunden und Händler die Verlegung des Bornheimer Wochenmarkts finden.

Platz ist jetzt genug. In einem großen Rechteck stehen am Mittwoch 25 Stände des Bornheimer Wochenmarkts auf dem Festplatz am Ratsweg. Es ist der erste Tag, an dem die Händler nicht wie sonst an Bornheim Mitte, sondern vor der Eissporthalle ihre Ware verkaufen. Viele Kunden scheinen trotzdem den Weg gefunden zu haben. Schlangen haben sich gebildet, aber kein Gedränge, Pläuschchen werden mit Abstand gehalten.

Am vergangenen Samstag sei es an der Berger sehr voll gewesen, obwohl ja schon nur die Hälfte kommen durfte, sagt Christian Maaß vom Gewürzstand. Denn um zu entzerren, hatte man die Beschicker bereits auf die zwei Tage aufgeteilt. „Trotzdem war es schwer, den Mindestabstand einzuhalten.“ Der neue temporäre Standort sei für alle eine gute Lösung, so Maaß. Am Wochenende war klar geworden, dass die Bestimmungen für die Corona-Pandemie nicht mehr einzuhalten waren.

„Ich finde es gut, dass jetzt wieder alle an beiden Tagen verkaufen können“, sagt Ingrid Stiesch vom Bäcker Rosenkranz. Auf Dauer wäre das sonst finanziell nicht tragbar gewesen. Sie ist zufrieden mit der Zahl der Kunden. „Wir hatten Bammel, dass es länger dauert, bis es so richtig anläuft.“

„Für uns macht die Verlegung keinen großen Unterschied, wir kommen aus dem Gallus“, sagt eine Frau. Diesmal seien sie mit dem Auto gefahren, denn hier gebe es ja Parkplätze. Aber sie freue sich, wenn der Markt wieder zurückkehre. Dort gebe es einfach mehr drumherum, Cafés, andere Geschäfte und Supermärkte.

Der neue Standort sei super, sagt eine Mitarbeiterin der Fleischerei Vogelsberger. „Bei uns stehen genauso viele an“, sagt sie und zeigt auf die Schlange vor dem Stand. Für ältere Menschen sei es natürlich schwieriger den Weg zurückzulegen. Aber auch an die öffentlichen Verkehrsmittel sei der Platz gut angebunden.

Doch nicht alle freuen sich. „Das ist eine Katastrophe“, sagt eine Mitarbeiterin eines Obst- und Gemüsestands. „Die Kunden finden uns nicht.“ Viele stünden am Uhrtürmchen und wüssten von nichts. Sie wäre lieber geblieben, trotz des einen Tages. „Dort würde ich mehr verdienen als hier an zwei“, prognostiziert sie.

Der neue Platz sei etwas gewöhnungsbedürftig, sagt Martin Lortz mit Tüten in der Hand. „Der Bernemer Markt ist halt klein und gemütlich.“ Aber besser, als wenn er gar nicht mehr stattfinde. Er selbst brauche nun ein bisschen länger, aber das sei in Ordnung.

Norbert Walther, Inhaber des Kartoffelstands Schmidt, freut sich auch über mehr Kundschaft als erwartet. Die Entscheidung am Montag sei allerdings etwas kurzfristig gewesen. In einer 36-Stunden-Aktion habe man die Ausweichmöglichkeit organisiert, sagt Peter Schmidt, Vorsitzender der Markthändler. Gemeinsam mit der Stadt, den Beschickern und dem Ortsbeirat 4. Und die Neuigkeiten verbreitet.

Die Mehrheit der Händler habe letztlich für den Umzug gestimmt, einige blieben skeptisch. Er habe heute mit jedem gesprochen, so Schmidt, alle hätten gesagt, es sei besser als gedacht. „Und es waren neue Gesichter da, aus dem Riederwald, Seckbach oder Bergen.

Der Markt istmittwochs von 8 bis 18.30 und samstags bis 16 Uhr geöffnet.

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