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Der Weg über die Friedberger Landstraße ist für Fußgänger nicht einfach.

Bornheim

Bornheim: Sicher über die Friedberger Landstraße

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Verkehrslotsen-Projekt wird fortgesetzt und erweitert. Künftig wollen Eltern auch in Bergen-Enkheim die Aktion übernehmen.

Mit Warnwesten und Kellen ausgestattete Verkehrslotsen sollen auch in Zukunft an der Friedberger Landstraße und der Dortelweiler Straße Kindern sicher über die Straßen helfen. Das gemeinsame Projekt der Valentin-Senger-Schule und der Seniorenwohnanlage Paulinum an der Friedberger Warte soll zum kommenden Schuljahresbeginn fortgesetzt werden. Andere Schulen wollen die Idee übernehmen.

In den sieben Wochen zwischen Sommer- und Herbstferien hatten sich insgesamt 16 Eltern und Senioren morgens in kleinen Gruppen an den viel befahrenen Straßen postiert. Sie geleiteten die Grundschüler – aber auch alle anderen Passanten - über die Straße und die Bus- und Bahnstrecke. Unterstützt wurden sie durch das Verkehrspräventionsprogramm Max der Polizei, die die Lotsen ausgebildet hat (die FR berichtete).

Das Verkehrslotsen-Projekt sei stadtweit so gut angekommen, dass sich inzwischen weitere Schulen gemeldet hätten, sagte Polizeikommissarin Damaris Theophel bei einer Nachbesprechung am Montagabend. Im Januar würden dafür an der Schule am Hang in Bergen-Enkheim die ersten Eltern ausgebildet. Auch die Schutzfrauen und -männer vor Ort seien informiert.

Nachahmer in Bergen

„Wir würden das Projekt bei uns gerne fest verankern“, sagte die Rektorin der Valentin-Senger-Schule Martina Braun. Dadurch sei der Schulweg für die Mädchen und Jungen wesentlich sicherer geworden. Wünschenswert sei es, künftig drei Standorte einzurichten. Zum vergangenen Schulanfang hatten täglich Lotsen am Übergang an der Friedberger Landstraße in Höhe des Discounters gestanden sowie am Kreisel an der Dortelweiler Straße. Gut wäre es, könnte eine Gruppe auch an der Fußgängerampel über die Friedberger in Höhe Homburger Landstraße stehen.

Für einen zusätzlichen Standorte seien jedoch etwa zehn weitere Verkehrslotsen nötig, sagte Braun. Um diese soll künftig bei Vorschuleltern und bei Gesprächen in Kindergärten geworben werden. Sämtliche Eltern der Valentin-Senger-Schule, die sich an dem Projekt beteiligt hatten, sicherten zu, im kommenden Jahr die Westen wieder überzuziehen. Sie wünschten sich aber mehr Unterstützung. Mehrere hätten bis zu drei Mal die Woche früh morgens an den Straßen gestanden. „Wenn alle Eltern mitmachten, würde das sehr entlasten“, sagte eine Mutter.

Nach Beobachtungen der Eltern hat ihre Präsenz auf die meisten Autofahrer Wirkung gezeigt. Viele seien langsamer gefahren, sobald sie die leuchtenden Westen erblickt hätten. Die meisten Radfahrer dagegen hätten die Aktion ignoriert und hätten sich vorbei geschlängelt, berichtete ein Vater. Ärgerlich seien auch die vielen Elterntaxis, sagte Theophel. „Dass sie andere gefährden, sehen sie nicht.“

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