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Toilette am Uhrtürmchen wieder offen

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Von: Matthias Bittner

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Der frühere Ortsbeirat Bernhard Ochs hat sich für die Reparatur der Anlage mit zahlreichen Anträgen eingesetzt.
Der frühere Ortsbeirat Bernhard Ochs hat sich für die Reparatur der Anlage mit zahlreichen Anträgen eingesetzt. © bittner

Ganze 17 Monate war die öffentliche Toilette an der U-Bahn-Station Bornheim Mitte angesperrt. Nun sind die defekten Türen endlich repariert und gegen Vandalismus verstärkt worden.

Bernhard Ochs hätte fast nicht mehr daran geglaubt: Die öffentliche Toilette an der U-Bahn-Station Bornheim-Mitte kann wieder benutzt werden, die defekten Türen sind repariert. „Dass die Reparatur so lange gedauert hat, ist schon eine Schande für eine Stadt wie Frankfurt“, wettert der ehemalige Ortsbeirat aus Bornheim.

Viele Anträge hatte er im Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) eingebracht. In den vergangenen 17 Monaten wurde er stets vertröstet, dass die Herstellerfirma in Amerika keine Ersatzteile liefern könne. „Neulich habe ich die Handwerker, die die Türen repariert haben, gesehen und darauf angesprochen. Die sagten, das sei kein Problem gewesen, sie wüssten sich auch so zu helfen“, berichtet Ochs. Wütende Beschicker:innen und Besucher:innen des Wochenmarktes rund ums Uhrtürmchen hätten sich bei ihm über die verschlossenen WC-Türen beklagt. Zurecht, wie Ochs findet. Die Berger Straße sei nach der Zeil die umsatzstärkste Einkaufsmeile in Frankfurt. Dass es da kein funktionstüchtiges öffentliches WC gebe, sei eigentlich undenkbar.

Nach Angaben von Thomas Radermacher, Leiter des Dezernatsbüros der zuständigen Stadträtin Sylvia Weber (SPD), waren die elektronisch gesteuerten Türen der Anlage an der Kreuzung von Mainkur- und Spessartstraße seit ihrer Eröffnung im Jahr 2006 mehrfach Ziel von mutwilliger Zerstörung geworden. Mehrfach habe die Stadt bis zu 1500 Euro für deren Instandsetzung aufwenden müssen. Im März 2021 seien die Schäden dann so groß gewesen, dass die Anlage geschlossen werden musste. Türen und Türsteuerungen mussten ausgetauscht werden. Da Kostenschätzungen angesichts individuell notwendiger Lösungen sehr hoch ausgefallen seien, habe die Stadt Frankfurt nach möglichen Alternativen zum Angebot des Herstellers gesucht. „Diese Suche war allerdings aufgrund der Corona bedingten Lieferkettenausfälle nicht erfolgreich“, erklärt Radermacher. Die Instandsetzung der defekten Türen habe schließlich rund 44 000 Euro gekostet. „Ob eine Lieferung von Ersatzteilen aus Amerika erfolgte, ist uns nicht bekannt“, sagt Radermacher. Abgeschlossen worden sei die Reparatur Ende September.

Bei der Instandsetzung seien die Türen verstärkt worden, um ein manuelles Aufdrücken und Beschädigen zu erschweren. bit

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