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Tanzprofis bringen Gäste der TG Bornheim zum Schwitzen

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Von: Katja Sturm

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Beim Tag der offenen Tür konnten viele Angebote ausprobiert werden.
Beim Tag der offenen Tür konnten viele Angebote ausprobiert werden. © Leonhard Hamerski

Beim ersten Tag der offenen Tür der TG Bornheim nach der Corona-Pause ist auch prominenter Besuch: Motsi Mabuse und Detlef D! Soost.

Es sollte so anfangen, wie es aufgehört hatte. Damals, am 29. Februar 2020, als die Turngemeinde (TG) Bornheim ihren vorerst letzten Tag der offenen Tür vor dem ersten Corona-Lockdown gefeiert hatte, hatten Motsi Mabuse und Detlef D! Soost Mitgliedern wie Gästen mächtig eingeheizt. Am Samstag, als im Sportcenter in der Inheidener Straße erstmals seit zwei Jahren wieder Specials auf dem Programm standen, an denen sich alle beteiligen konnten, waren die vor allem durch die TV-Show „Let’s Dance“ bekannte Tänzerin und der frühere „Popstars“-Choreograf erneut und zum mittlerweile vierten Mal bei der TG zu Gast.

Die Resonanz verblüffte Geschäftsführer Thomas Völker. Wie vor Corona-Zeiten strömten Sportbegeisterte heran; von den beiden Stars ließen sich in der großen Halle auch Kinder, Männer und Seniorinnen ins Schwitzen bringen. Mabuse hatte, wie sie später in einer Talkrunde erklärte, bewusst auf eine exakte Abfolge von Schritten verzichtet. Das 41 Jahre alte Temperamentsbündel wollte, dass die Menschen sich einfach mal wieder mit ihrem Körper beschäftigen. „Alle sollten tanzen, egal wie das aussieht“, sagte sie.

Mit der Tanzschule der gebürtigen Südafrikanerin, die seit Herbst in neuen Räumen in Kelkheim beheimatet ist, pflegt die TG eine Kooperation. Jeweils dienstags können sich Jungen und Mädchen im Wellness Gym erste Standard-Steps für das Parkett beibringen lassen. Andere zieht es eher zum Social-Media-Dance, wo coole Moves für das eigene TikTok-Video gezeigt werden. Ältere, die bei Mabuse und Soost auf den Geschmack kamen, können ähnliche Workouts bei den Übungsleitern der TG absolvieren.

Im April waren Völker und Studioleiter Christian Arndt auf der Fitness-Messe Fibo in Köln unterwegs, um Inspirationen für neue Angebote zu bekommen. Eher enttäuscht kamen beide zurück. Die Erwartung, dass die Szene die zwei Corona-Jahre nutzt, um Neues zu entwickeln, wurde nicht erfüllt. Als einzige Überlegung habe man mitgebracht, sogenannte Mini-Slacklines anzuschaffen, sagt Arndt: Kurze Balancierbänder, die über ein kleines gebogenes Board gespannt sind und mit denen sich auf einfache Weise Gleichgewichtsübungen ins Workout integrieren lassen.

Ansonsten werde man in nächster Zeit einen Schwerpunkt auf das Kinder- und Jugendtraining legen, erklärt Arndt. Gerade Teamsportarten seien beim Nachwuchs wieder gefragt. So gebe es jetzt im Volleyball eine Jugendgruppe und man denke über einen Beachcup im Sommer nach.

Von der Pandemie geblieben ist die Liveübertragung der Kurse für Mitglieder im Internet. Bis heute schalten sich laut Völker dort noch immer genauso viele Teilnehmer:innen dazu, wie vor Ort die Übungen mitmachen. „Das Angebot wird so gut angenommen, dass wir auch noch einen zweiten Raum dafür ausrüsten werden“, verrät der Sohn des in diesem Jahr scheidenden Vorsitzenden Peter Völker.

Natürlich heißt Verein vor allem, gemeinsam Sport zu treiben. „Die Senioren waren die Ersten, die zurückgekommen sind“, verrät Völker. Es sei schön zu sehen, wie der Sport die Menschen wieder glücklich mache.

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