Bornheimer Panoramabad

Streit ums Außenbecken

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Ortsbeirat diskutiert über geplantes Familienbad an der Eissporthalle. Die Pläne sollen den Bürgern noch einmal vorgestellt werden.

Außenbecken, Cabriodach oder Schiebefenster? Derzeit gibt es verschiedene Varianten, wie das geplante Familienbad neben der Eissporthalle ausgestattet werden soll. Der Ortsbeirat 4 hat sich in seiner Sitzung am Dienstagabend mit einer knappen Mehrheit erneut dafür ausgesprochen, dass das Schwimmbad, das das marode Panoramabad an der Inheidener Straße ab 2022 ablösen soll, ein Becken unter freiem Himmel erhält.

Davon war die Stadt abgerückt, da es am Standort neben dem Festplatz am Bornheimer Hang dafür keinen Platz gebe. Alternativ sollte ein „Freibadfeeling“ durch ein Cabriodach erreicht werden. Aus ökologischen und Kostengründen war die Stadt davon vor kurzem wieder abgerückt. Dafür sollten Teile der Schiebefenster zum Bornheimer Hang hin geöffnet werden können (die FR berichtete).

Das reicht der Mehrheit im Ortsbeirat nicht aus. Die Schiebefenster brächten keinen Mehrwert, sagt SPD-Chef Darius Shafiei. Schon das Cabriodach sei ein Kompromiss gewesen, den seine Fraktion zähneknirschend akzeptiert habe. Da das Bad als Ersatz für das Panoramabad geplant sei, dürfe „der jetzige Standard beim Neubau in wesentlichen Punkten nicht unterschritten werden“, heißt es im SPD-Antrag. Auch gebe es ausreichend Platz für ein Außenbecken, so Shafiei.

Dem widerspricht Grünenchef Martin Ried. Allenfalls auf dem Festplatz selbst gebe es Raum für das Bad, doch müsse dann überlegt werden, was mit der Dippemess geschehe. Die Forderung der SPD sei „völlig unrealistisch“. Bedenken an einem Außenbecken äußerte auch Volker Marx von die Linke. Schon jetzt sei der Hang verlärmt, etwa durch die Autobahn und die Dippemess. Prinzipiell sei er für ein Außenbecken, doch sei dafür ein „detailliertes Schallschutzkonzept“ nötig, damit der Grenzwert von 55 Dezibel tagsüber nicht überschritten werde. Nur so sei eine größtmögliche Akzeptanz möglich. Anderenfalls sei zu befürchten, dass das Bad regelmäßig sabotiert werde.

Den Zusatz „Lärmschutz“ wollte die SPD in ihrer Vorlage nicht aufnehmen. „Wir können nicht ein Außenbecken mit Einhausung fordern“, sagt Shafiei. Bereits am Panoramabad sei es unschön, dass der Außenbereich wegen Anwohnerbeschwerden nicht durchgehend zugänglich ist. „Ich dachte, wir sind über die Diskussion hinweg, dass Kinderlärm mit Bau- und Straßenlärm gleichgesetzt wird.“

Wenig Chancen für ein Außenbecken sieht die Referentin von Sportdezernent Markus Frank (CDU), Andrea Brandl. Am geplanten Standort gebe es keinen Platz. Denkbar sei es, das Becken auf das Dach zu setzen. Doch müsste dafür auf den Saunabereich verzichtet werden, der dort entstehen soll. Dadurch stehe auch die Wirtschaftlichkeit des Bades in Frage.

Die aktuellen Pläne für das geplante Schwimmbad sollen noch einmal in einer der kommenden Sitzungen des Ortsbeirats vorgestellt werden.

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