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Stadtteilkalender: Ein Dokument vergangener Zeiten

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Von: Matthias Bittner

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Jann S. Wienekamp, Vorsitzender des Bürgervereins und Förderkreises Historisches Bornheim, mit der ersten und der 25. Ausgabe des Bornheimer Stadtteilkalenders.
Jann S. Wienekamp, Vorsitzender des Bürgervereins und Förderkreises Historisches Bornheim, mit der ersten und der 25. Ausgabe des Bornheimer Stadtteilkalenders. © Sauda

Der neue Stadtteilkalender für Bornheim ist da. Die Ausgabe für das Jahr 2023 kommt deutlich moderner daher. Der erste Kalender ist vor 25 Jahren erschienen.

Das Foto der Zwiwwelkerch auf dem Deckblatt des neuen Stadtteilkalenders „Wir in Bornheim“ ist eine Rarität. Oben am Kirchturm hängt ein Banner mit der Aufschrift „Frieden“. Die Aufnahme lässt sich laut Jann S. Wienekamp, Vorsitzender des Bürgervereins und Förderkreises Historisches Bornheim, nicht exakt datieren. Auch der Anlass sei nicht einzuordnen. „Wir wissen aber, dass die Sehnsucht, der Wunsch nach Frieden zeitlos ist – deswegen möchten wir diese Aufnahme diesem besonderen Kalender in diesen besonderen Zeiten voranstellen“.

Gemeint ist der Krieg in der Ukraine, der seit Februar mitten in Europa tobt. Glaubt man den Experten, dauert die Auseinandersetzung noch lange. Die Hoffnung stirbt aber nicht. Auch nicht in Bernem. Und so schließt das Dezember-Blatt, das verschneite Straßenbahngleise in der Saalburgallee zeigt, mit einem Zitat aus dem Lukas-Evangelium: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“

Damit die Jubiläumsausgabe, der Stadtteilkalender erscheint zum 25. Mal, gut ankommt, hat sich das Team Wienekamp, Max Koch, Bernhard Ochs und Layouter Matthias Weber ins Zeug gelegt. Auf 385 Exemplare ist „Wir in Bornheim 2023“ limitiert. Diese ungerade Zahl hat ihre Berechtigung: 60385 lautet die Postleitzahl eines großen Teils von Bornheim. „Es gibt Leute, die die 385 als Ziffer für ihre Autonummer wählen, um ihre Herkunft zu dokumentieren.“

Ein Dokument vergangener Zeiten in Bernem war der Stadtteilkalender immer. Das soll er auch bleiben. Doch der Kalender sollte moderner und einheitlicher daherkommen. Deshalb wird jetzt statt vieler unterschiedlicher, teils verschnörkelter Schriften nur „Futura“ verwendet. Diese zeichne sich durch Schärfe aus, Buchstaben seien eindeutig zu erkennen.

Langfristig plant Wienekamp mit einer Mischung aus Alt und Neu im Stadtteilkalender. Abreißblätter soll es nicht mehr im Monats-, sondern im Wochenrhythmus geben. Ein Deckblatt plus 52 Blatt soll der Kalender haben. Dem jeweils historischen Foto soll eine Woche später ein aktuelles aus dem exakt gleichen Blickwinkel folgen. Das Motto lautet „Damals und heute“.

Erhältlich ist der neue Stadtteilkalender für das Jahr 2023 in vielen Geschäften, Banken und Gaststätten in Bornheim.

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