Demnächst werden die neuen Parkautomaten in Bornheim aufgestellt.
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Demnächst werden die neuen Parkautomaten in Bornheim aufgestellt.

Mobilität

Stadt Frankfurt weitet das Bewohnerparken aus

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Das Parken in Bornheim wird teurer, zumindest für Pendler, die nicht dort wohnen. Anwohner können Parkausweise für die neue Zone „Im Prüfling“ beantragen.

Die Stadt führt eine weitere Bewohnerparkzone in Bornheim ein. Das Bewohnerparkgebiet 38 liegt rund um die Straße Im Prüfling. Dazu zählen die Comeniusstraße, Weidenbornstraße, Eulengasse, Kleine Spillingsgasse, Freihofstraße, Berger Straße und Saalburgstraße.

„Die Beschilderung ist schon da, als nächsten werden die Parkscheinautomaten aufgestellt“, sagte Hans Preißl, Referent von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Parken am Parkscheinautomaten kostet künftig 50 Cent je Viertelstunde. Eine Höchstdauer gibt es nicht. Die Bewohnerparkzone wird ab Montag, 17. August, eingeführt.

Anwohner können, wie in anderen Stadtteilen auch, beim Ordnungsamt Bewohnerparkausweise beantragen. Informationen finden sich unter www.frankfurt.de, dann nach dem Begriff „Bewohnerparkausweis“ suchen. Der Bewohnerparkausweis kostet 50 Euro und gilt für zwei Jahre.

Im Januar hatte die Stadt das Bewohnerparken in der Zone 40 nordwestlich der Seckbacher Landstraße eingeführt, was zu unterschiedlichen Reaktionen geführt hat. „Die Pendler und die Gewerbetreibenden haben sich beschwert, die Anwohner haben sich gefreut“, fasst Preißl zusammen. Für Handwerker und handwerksnahe Berufsgruppen, die aus Platzgründen nicht auf dem eigenen Hof parken können, hat die Stadt in Abstimmung mit der lokalen Handwerks- und der Industrie- und Handelskammer eine Lösung gefunden.

Handwerker und handwerksnahe Dienstleister können für 25 Euro im Jahr nahe ihres Betriebs parken, wenn sie über einen Handwerkerparkausweis verfügen, der 305 Euro im Jahr pro Fahrzeug kostet. Ausnahmen gälten für soziale Pflegedienste sowie für Sanitätsdienste und den Katastrophenschutz wie das Deutsche Rote Kreuz, sagte Preißl. „Wir wollen aber keine Ausnahmeregelungen für Pendler, den es geht uns darum, dass weniger Pendler für die Fahrt nach Frankfurt das eigene Auto nutzen“, sagte er.

Eine Zwischenbilanz zum Bewohnerparken, das seit Januar nordwestlich der Seckbacher Landstraße gilt, musste laut Preißl aufgrund der Pandemie-Beschränkungen verschoben werden. So seien die erhobenen Daten zu Einnahmen und Handyparken nicht aussagekräftig, weil coronabedingt sehr viel weniger Autos in die Stadt gekommen seien.

Noch in diesem Jahr sollen zwei weitere Bewohnerparkzonen in Bornheim hinzukommen, die Zone 41 östlich der Seckbacher Landstraße sowie die Zone 39 östlich der Berger Straße. In der Folge weitet die Stadt das Bewohnerparken zwischen Anlagen- und Alleenring aus. Das betrifft die Stadtteile Westend, Nordend, Ostend und Teile Sachsenhausens.

Wie Preißl ausführte, habe die städtische Verkehrspolizei in der 40er Bewohnerparkzone bislang 999 Verwarnungen wegen fehlenden Parkscheins ausgestellt. 467 „andere Verkehrsverstöße“ seien geahndet worden. 28 Wagen wurden demnach abgeschleppt.

Auch in der neuen 38-er Bewohnerparkzone müssen die Falschparker mit Knöllchen rechnen, allerdings erst nach einer Einführungsphase. „In den ersten Wochen stecken wir blaue Zettelchen hinter die Windschutzscheibe, damit sich die Menschen auf die neue Regelung einstellen können“, kündigte er an.

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