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Seckbacher Landstraße: Keine Rampe zum Frisör

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Von: Boris Schlepper

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Die Grünen Bornheim-Ostend hatten im April zu einem Inklusionsrundgang durch Bornheim eingeladen. Dabei ging es auch um die Ladenzeile in der Seckbacher Landstraße.
Die Grünen Bornheim-Ostend hatten im April zu einem Inklusionsrundgang durch Bornheim eingeladen. Dabei ging es auch um die Ladenzeile in der Seckbacher Landstraße. © Leonhard Hamerski

Die städtische ABG-Holding sieht keine Möglichkeit, die Ladenzeile in der Seckbacher Landstraße barrierefrei zugänglich zu machen. Grüne und SPD im Ortsbeirat hatten sich dafür eingesetzt, da die Geschäfte durch das benachbarte Katharinen-Krankenhaus stark frequentiert sind.

Die Ladenzeile an der Seckbacher Landstraße kann nicht barrierefrei ausgebaut werden. Es sei „technisch nicht möglich“, die Bäckerei, Eisdiele sowie den Frisör und den Kiosk über eine Rampe etwa für Menschen mit Rollstuhl besser zugänglich zu machen, sagt Frank Junker, der Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding, der die Häuser gehören, auf Anfrage der Frankfurter Rundschau.

Die Gebäude an der U-Bahn und Bus-Haltestelle Seckbacher Landstraße stammten aus den 50er oder 60er Jahren. Damals sei es üblich gewesen, dass Geschäfte über eine Stufe am Eingang verfügten, erklärt Junker. Um diese auszugleichen, seien Rampen erforderlich, die auf dem öffentlichen Bürgersteig montiert werden müssten. Da das Gelände dort jedoch abschüssig sei, sei ein barrierefreier Zugang „leider nicht möglich“, bedauert der ABG-Chef und versichert, „das ist nicht boshaft“.

Dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft den Zugang zu der Ladenzeile an der Seckbacher Landstraße verbessert, dafür setzen sich die Fraktionen von Grünen und SPD im Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) ein.

Vorlage zur Umgestaltung

Die Geschäfte und das Café seien aufgrund der Nähe zum Katharinen-Krankenhaus wie zu den angrenzenden Wohnsiedlungen sehr frequentiert. Sie fordern den Magistrat deshalb auf, dafür Sorge zu tragen, dass die ABG – gegebenenfalls gemeinsam mit ihren Mietern – die Läden zeitnah barrierefrei umgestaltet, heißt es in einem gemeinsamen Antrag. Über die Vorlage berät das Gremium in seiner kommenden Sitzung am Dienstag.

Die hessische Bauordnung sehe es vor, dass öffentlich zugängliche Anlagen dort barrierefrei sein müssten, wo sich Besucherinnen und Besucher aufhalten, begründen die beiden Fraktionen ihren Vorstoß. Schon beim Umbau der Ladenzeile im vergangenen Frühjahr hätte die ABG einen barrierefreien Zugang einplanen und umsetzen können. Seitens der städtischen Behörden habe es anscheinend jedoch weder einen Hinweis darauf noch eine Auflage dafür gegeben.

Der Ortsbeirat 4 tagt am Dienstag, 29. November, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Bornheim, Arnsburger Straße 24 (Zugang nur mit medizinischer Gesichtsmaske). Ein Vertreter der Jugendberatung und Suchthilfe Am Merianplatz ist eingeladen und wird sein Tätigkeitsfeld vorstellen.

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