Am 11. November soll der Schrank für die Lebensmittel in den Arkaden von St. Josef an der Berger Straße aufgestellt werden. Die Idee dazu hatte Nicolas Dörr von der Gruppe Foodsharing, Stefan Diefenbach vom Eine-Welt-Laden Bornheim und Pfarrer Markus Schmidt unterstützen das Projekt (von links).
+
Am 11. November soll der Schrank für die Lebensmittel in den Arkaden von St. Josef an der Berger Straße aufgestellt werden. Die Idee dazu hatte Nicolas Dörr von der Gruppe Foodsharing, Stefan Diefenbach vom Eine-Welt-Laden Bornheim und Pfarrer Markus Schmidt unterstützen das Projekt (von links).

Bornheim

Schrank für Obst und Gemüse an der Berger Straße

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
    schließen

Die Gruppe Foodsharing stellt einen erster „Fairteiler“ an der St.-Josefs-Kirche in Frankfurt-Bornheim auf. An sechs Tagen die Woche können dort Lebensmittel eingestellt oder kostenlos abgeholt werden.

Der erste „Fairteiler“ für die Berger Straße wird heute in den Arkaden der St.-Josefs-Kirche aufgestellt. In den vergangenen Wochen hatte eine Bornheimer Firma einen Schrank gebaut, in dem künftig an sechs Tagen die Woche Lebensmittel kostenlos mitgenommen oder hingebracht werden können. Die Idee kommt von der Gruppe Foodsharing Frankfurt, die sie mit Unterstützung der katholischen Gemeinde und dem Weltladen Bornheim umsetzt.

Die Abgabestelle

Der „Fairteiler“ steht ab 11. November montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags bis 18 Uhr, im Bogengang der St.-Josefs-Kirche, Berger Straße 135. Weitere Abgabestellen sind unter foodsharing.de/?page=fairteiler& bid=28 zu finden.

Der Schrank dient als eine Art Umschlagplatz für Lebensmittel. Jeder, der etwas zu viel oder übrig hat, kann es dort hineinstellen. Darüber hinaus werden sogenannte Foodsaver das Möbel mit dem bestücken, was sie zum Beispiel in Supermärkten oder bei Händlern erhalten haben, die Nahrungsmittel nicht in den Müll werfen, weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder sie nicht mehr für den Verkauf geeignet sind (die FR berichtete).

Beschränkt ist das Projekt zunächst auf drei Monate, in denen die Gemeinde schauen will, wie der Schrank angenommen wird, sagt Stefan Diefenbach vom Weltladen, der auch Mitglied des Pfarrgemeinderats ist. Denkbar sei, das Angebot danach auszubauen und einen zusätzlichen Schrank aufzustellen. Dann würde der Ortsbeirat 4 um Unterstützung gebeten. Bislang hat die Gemeinde das Möbelstück alleine bezahlt. Diefenbach wünscht sich, dass die Menschen verantwortlich mit dem Schrank umgehen und diesen nicht plündern oder verschmutzen. „Es wäre schade, wenn wir das Angebot nach drei Monaten einstellen müssten.“

Damit Bürgerinnen und Bürger wissen, was sie in den Schrank hineinstellen dürfen, werden die Hygieneregeln angeschlagen, sagt Initiator Nicolas Dörr von Foodsharing. Er hofft, dass das nachhaltige Projekt eine hohe Eigendynamik entwickelt, damit der Schrank künftig nicht nur während der Öffnungszeiten des Weltladens in den Arkaden steht, „sondern an sieben Tagen die Woche“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare