Bornheim/Ostend

Mehr Ruhe für den Frankfurter Alleenring

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Ortsbeirat 4 fordert nächtliches Tempolimit für die Habsburger- und Wittelsbacherallee. Zwischen 22 und 6 Uhr sollen Verkehrsteilnehmer nur noch 30 Stundenkilometer fahren dürfen.

Mehr Ruhe in der Nacht sollen die Menschen auf der westlichen Habsburger- und der Wittelsbacherallee künftig haben. Dafür hat sich der Ortsbeirat 4 in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich einem Antrag der Grünen folgend ausgesprochen. Die Stadtteilpolitiker möchten, dass auch auf Abschnitten der beiden Alleen in der Zeit von 22 bis 6 Uhr eine Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 30 eingerichtet wird.

Der Magistrat hat bereits ein Tempolimit in der Nachtzeit für den Nibelungen- und die Rothschildallee beantragt. Die Lärm- und Schadstoffbelastung auf der Habsburger- und der Wittelsbacherallee unterscheide sich jedoch nicht von der dortigen, sagt Antragsteller Martin Ried, „wir wollen eine Gleichbehandlung mit dem Nordend“. Schließlich handele es sich um den gleichen Straßenzug mit den Bundesstraßen B3 und B8.

Die Belastung am Alleenring sei für die Anwohner groß, sagt Ried. „Wenigstens in der Nacht“ müsste der Lärm deshalb weniger werden. Anderenfalls sei auf Dauer mit gesundheitlichen Konsequenzen zu rechnen. Die SPD unterstützte den Vorstoß, da die Strecken stark frequentiert seien, sagt Darius Shafiei (SPD). Volker Marx von die Linke möchte sogar einen Schritt weitergehen. „Langfristig muss der Alleenring wieder Wohnstraße werden.“

Die CDU stimmte gegen die Vorlage. Frankfurt als wachsende Stadt müsse „entsorgt und versorgt werden“, sagt Bodo Pfaff-Greiffenhagen (CDU). Durch die Einschränkung sei damit zu rechnen, dass der Lieferverkehr zunehme, da Lkw ihre Touren mit Tempo 30 nicht schafften und zusätzliche Wagen eingesetzt werden müssten: „Dann erreicht man genau das Gegenteil von dem, was man wollte.“ 

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