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Ralf Moritz, Vorsitzender der Bernemer Kerbegesellschaft, freut sich über den Ablauf der Bernemer Kerb.
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Ralf Moritz, Vorsitzender der Bernemer Kerbegesellschaft, freut sich über den Ablauf der Bernemer Kerb.

Bornheim

„Lieber eine schlecht besuchte Kerb, als keine“

  • VonMatthias Bittner
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Trotz Coronabeschränkungen zieht die Bernemer Kerwegesellschaft ein positives Fazit ihrer Bernemer Kerb, die in diesem Jahr zum 414. Mal stattgefunden hat.

Mit der Lisbethverbrennung vor der Kirchnerschule endete am gestrigen Mittwochabend die 414. Bernemer Kerb: coronabedingt konnte das Fest nur in stark eingedampfter Form stattfinden. Schon zum zweiten Mal nach 2020. Der Vorsitzenden der Bernemer Kerwegesellschaft 1932 Ralf Moritz zeigt sich dennoch zufrieden.

Was ist das Fazit der 414. Kerb?

Unser Fazit ist gleichzeitig das Motto dieses Jahres: „Tradition lebt“. Es hat sich gezeigt, dass sich die Kerb und der Stadtteil auch von zwei Jahren Corona nicht unterkriegen lassen.

Was hätte besser laufen können?

Mal abgesehen von der globalen Pandemielage ist eigentlich alles super gelaufen. Es ist toll, wie viele Privat- und Geschäftsleute in Bornheim ihrer Kerb die Treue halten und uns als Verein unterstützen.

Die Geister streiten sich. Hat nun Regen oder ein leeres Bierfass die Feier nach dem Baumaufstellen auf dem Kerbplatz beendet?

Das war definitiv dem leeren Bierfass geschuldet. Von etwas Regen lassen sich die Bernemer nicht vom Feiern abhalten.

2021 gab es eine Premiere: Kerb und Karneval gleichzeitig. Der FKV 1911 und seine Maa-Gard Ehrengarde des Frankfurter Karnevals sind zwar bei beiden immer dabei. Aber passt Kerb und Karneval überhaupt zusammen?

Grundsätzlich unterstützen wir die Frankfurter Karnevalsvereine immer gerne, so nehmen wir zum Beispiel schon seit ein paar Jahren am Frankfurter Karnevalsumzug teil. Auch mit dem Großen Rat besteht eine langjährige Freundschaft. Uns ist jedoch nicht bekannt, dass es einen von offizieller Seite ausgerichteten „Sommerfasching“ gegeben hat. Der FKV und seine Maa Gard veranstalteten im Rahmen der „Kerb zu Hause“ eine Party im Bunker in der Petterweilstraße, das hatte jedoch nichts mit Fasching zu tun. Und in der Gaststätte „Zur Straßenbahn“ gab es eine „Kerbe-Faschings-Party“, aber auch hier war keiner der Karnevalsvereine involviert. Kurz gesagt: Kerb und Karneval sind zwei getrennte Veranstaltungen, die sich jedoch gegenseitig sehr schätzen und sich immer aushelfen, wenn Not am Mann ist.

Ist eine Fortsetzung drin, wenn uns Corona weiter in Atem hält?

Selbstverständlich. Deshalb hatten wir ja auch in diesem Jahr das Motto: „Tradition lebt“. Grundsätzlich gehen wir zwar davon aus, dass wir im nächsten Jahr wieder normal Kerb feiern können. Aber auch, wenn uns Corona dann immer noch in Atem hält, wird es eine Veranstaltung geben.

Wie lange kann der Verein ohne die Einnahmen durch die Kerb überleben oder ist das gar kein Problem?

Das ist zum Glück kein Problem. Unsere Mitgliedsbeiträge decken unsere laufenden Kosten. Da tut uns eine schlecht besuchte Kerb wesentlich mehr weh als eine, die gar nicht stattfindet.

Wann erklingt 2022 ihr Schlachtruf „Baum hoch!“?

Wie in jeden Jahr wird auch 2022 die Kerb wieder am Wochenende des 2. Sonntags im August gefeiert, also vom 12. bis 17. August.

Gibt es da dann auch wieder die Birkenbäumchen zu kaufen? In diesem Jahr wurden 130 verkauft.

Ja, das ist eines der Traditionselemente, das wir auf jeden Fall beibehalten wollen. Es ist einfach ein schönes Gefühl, durch das geschmückte Bornheim zu laufen und zu sehen, wer alles Kerb feiert.

Angenommen, Sie hätten drei Wünsche frei für die 415. Kerb. Welche wären das?

Wieder eine „normale“ Kerb mit richtiger Live-Musik und Bernemer Mittwoch, viele Gäste, die Spaß an dem dargebotenen Programm haben und gutes Wetter.

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