Bornheimer Motive sind auf den Verteilerkästen am Uhrtürmchen zu finden. 
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Bornheimer Motive sind auf den Verteilerkästen am Uhrtürmchen zu finden.  

Bornheim

Kunst auf Stromkästen in Bornheim

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Der Gewerbeverein will die Berger Straße und ihre Seitenstraße attraktiver machen. Geplant ist, Verteilerkästen auf der gesamten Einkaufsmeile zu bemalen.

Ein gemalter Bembel, ein Apfelweinfass, Blumen und Gebäck. Seit kurzem zeigen vier Stromkästen auf der Berger Straße rund um das Bornheimer Uhrtürmchen leuchtend bunte Motive aus Frankfurt und Bornheim. Ein Künstler hat sie im Auftrag des Gewerbevereins Bornheim Mitte und der Managementgesellschaft Hafen und Markt (HFM) verschönert. Weitere sollen folgen.

Die Idee für die Malaktion hatte der Zusammenschluss der Geschäftsleute. Bereits im vergangenen Jahr knüpfte daher die Kümmerin des Vereins, Margit Martin-Marx, Kontakt zum Kunst-Atelier in der Naxoshalle und zur HFM, der die Stromkästen gehören. „Wir möchten die Berger und die Seitenstraßen attraktiver machen.“ Auch gebe es die Hoffnung, dass durch das Projekt die Kästen weniger mit Tags beschmiert werden. Der freischaffende Künstler Gündem Gözpinar, der seit 2010 zum fester Bestandteil des Atelier Teams gehört und die Kästen besprayt hat, sei in der Szene bekannt, sagt Martin-Marx.

Sie kann es sich gut vorstellen, dass sich weitere triste, graue Verteilerkästen auf der Einkaufsmeile in farbenfrohe Kunstwerke verwandeln. „Dadurch könnte die ganze Berger zu einer Stromkasten-Kunstmeile werden.“

Der freischaffende Künstler Gündem Gözpinar vom Naxos-Atelier hat die Kästen besprayt.  

Bei der Interessengemeinschaft Untere Berger Straße kommt die Idee gut an. Die Kästen zu verschönern sei im „Interesse aller“, sagt der Erste Vorsitzende Kaweh Nemati, „auch der Stadt“.

Allerdings sei es schwierig, die entsprechenden Genehmigungen zu erhalten, sagt die Kümmerin. Manche der Behälter gehörten der Mainova, andere der Telekom, der Post oder der Verkehrsgesellschaft Frankfurt, „man muss mit jedem einzelnen in Kontakt treten und verhandeln“. Die vier HFM-Kästen am Uhrtürmchen waren bereits vorher bemalt. Zusammen mit dem Gewerbeverein hat die städtische Gesellschaft das neue Projekt finanziert.

Zu sehen sind auf den Stromkästen verschiedene Produkte und Themen, „für die unser Bornheim steht“, erklärt Franz Steul, Vorsitzender des Gewerbevereins Bornheim Mitte. „Damit wollen wir ein positives Zeichen setzen und zeigen, dass es wieder voran geht.“

Für Martin-Marx ist es zudem eine Hommage an den Markt, der im Moment wegen der Corona-Abstandsregelung auf den Platz vor der Eissporthalle ausgelagert ist. „Wir freuen uns schon sehr auf den Tag, wenn der Wochenmarkt wieder zurückkommt“, sagt die Kümmerin, „und bis dahin erfreuen wir uns an den Platzhaltern“.

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