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Seit April ist Margit Martin-Marx als Kümmerin rund um die Berger Straße im Einsatz.

Bornheim

Kümmerin für die Berger in Bornheim

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Margit Martin-Marx möchte den Einzelhandel stärken. Der Gewerbeverein hat sie für acht Stunden die Woche verpflichtet.

Pornheim Mitte gibt es nicht mehr. Nachdem Unbekannte den unteren Bogen des Bs auf dem U-Bahn-Schild am Uhrtürmchen weggekratzt hatten, war das lustige Dorf monatelang verunglimpft. Vor kurzem hat die Verkehrsgesellschaft VGF das Schild ausgetauscht, berichtet Margit Martin-Marx. „Und sogar verbessert!“ Die Buchstaben sind nun nicht mehr außen aufgebracht. „Und das Glas lässt sich besser von Aufklebern befreien.“

Martin-Marx hat sich dafür eingesetzt. Mehrere Gespräche geführt und immer wieder nachgehakt. Sich darum gekümmert. Seit mehr als einem halben Jahr ist das ihr Arbeitsauftrag: Sie ist die Kümmerin rund um die Berger Straße. Der Gewerbeverein Bornheim Mitte hat sie im Rahmen eines Pilotprojekts mit Unterstützung des Wirtschaftsdezernats und in Kooperation mit der GmbH „Lust auf besser leben“ angestellt. „Das ist ein großer Schritt für uns, um die Straßen attraktiver zu machen“, sagt der Vorsitzende des Gewerbevereins, Franz Steul.

Seit April ist Martin-Marx auf dem Bornheimer Abschnitt der Berger und in den Seitenstraßen unterwegs. Acht Stunden die Wochen. Zu den häufigsten Themen gehören Stolperfallen und wilder Sperrmüll. Die Kümmerin weiß, wer zuständig ist und an wen sie sich wenden kann. Wichtig sei auch, am Ball zu bleiben, „dass das Problem wirklich behoben wird“, sagt sie. Die wenigsten Geschäfte hätten dazu die Kapazität.

Margit Martin-Marx ist im Rahmen eines auf zwei Jahre befristeten Pilotprojekts als Kümmerin geringfügig beim Gewerbeverein Bornheim Mitte beschäftigt. Unterstützt wird das Projekt vom Wirtschaftsdezernat, das die Hälfte der Kosten trägt, und von der gemeinnützigen GmbH „Lust auf besser leben“.

Außer dem Standort-Marketing versucht die Kümmerin, die Unternehmen stärker zu vernetzen. Zwei Treffen gab es bereits. Diese fanden direkt bei Gewerbetreibenden statt, die sich vorstellen konnten – und so besser aufeinander verweisen können. Vier Vernetzungstreffen sind jährlich geplant, die auch für Nichtmitglieder des Vereins offen sind. „Für 2020 haben wir schon alle Gastgeber“, sagt Martin-Marx.

Die Arbeit der Kümmerin fruchtet. Neun neue Mitglieder sind dem Gewerbeverein in den vergangenen Monaten beigetreten, sagt Marlene Haas von Lust auf besser Leben. Dank der Arbeit von Martin-Marx gebe es endlich „Zeit und Raum, das ganze Potenzial der Mitglieder zu nutzen“. Ideen gebe es viele, bestätigt die Kümmerin. Etwa die Baumscheiben am Bornheimer Fünffingerplätzchen zu begrünen. Und ein Heilpraktiker habe vorgeschlagen, aus dem Neebplatz einen Ort für Tänze zu machen.

Martin-Marx möchte auch Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund stärker integrieren. „Sie müssen nicht Mitglied werden. Aber es wäre schön, wenn sie mitmachen und das Gefühl bekommen, dass sie dazugehören können.“

Auch wenn von ihrer Arbeit nicht nur die Geschäftsleute profitieren, sondern alle Bornheimer: „Ich bin keine Quartiersmanagerin“, macht Martin-Marx deutlich. „Ich bin nur für die Läden zuständig. Für alles andere gibt es den Ortsbeirat.“

Bis Ende 2020 läuft das Pilotprojekt. Wie es dann weitergeht, ist offen. „Wir schauen, wie wir die Strukturen verstetigen können“, sagt Haas. Alleine könne der Gewerbeverein das Projekt nicht tragen.

Weitere Informationen zu dem Projekt im Internet unter www.frankfurt-berger-straße.de und unter #dieberger.

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