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Ab Januar 2022 soll das Bornheimer Kinderzentrum auf dem Grundstück der ehemaligen Friedrich-Stoltze-Schule am Friedberger Tor ausgelagert werden.
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Ab Januar 2022 soll das Bornheimer Kinderzentrum auf dem Grundstück der ehemaligen Friedrich-Stoltze-Schule am Friedberger Tor ausgelagert werden.

Bornheim

Kinderzentrum Bornheim: Eltern kritisieren Umzugspläne

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Das Kinderzentrum in Bornheim soll während der Sanierung an die Friedberger Anlage ausgelagert werden. Einige Eltern macht das wütend.

Die Eltern des Kinderzentrums 126 in der Rendeler Straße sind wütend. Ab Januar soll die vierzügige Einrichtung saniert werden – die knapp 80 Mädchen und Jungen aus Kindergarten und Hort werden dann für voraussichtlich ein Jahr auf das Gelände der ehemaligen Friedrich-Stoltze-Schule an der Friedberger Anlage ziehen. Viele Mütter und Väter lehnen das ab, da der Weg dorthin zu weit sei und die Anlage unsicher.

Die leerstehende Schule an der Seilerstraße / Friedberger Landstraße sei als Ausweichquartier ungeeignet, heißt es in einem Schreiben der Eltern. Dass sie direkt zwischen dem „berüchtigten Junkie-Park“ an der Friedberger Anlage und einer der Hauptverkehrsadern Frankfurts liege, mache die Mütter und Väter wütend. Die Grünanlage sei bekannt dafür, dass dort Spritzennadeln von Drogenabhängigen und Wodkaflaschen legen. Der Standort sei 2,5 Kilometer von der Rendeler Straße entfernt, die ÖPNV-Anbindung bescheiden und Parkplätze fehlten auch.

Verärgert sind die Eltern, da die Lösung der Kindergartenleitung seit Jahren bekannt gewesen, aber nicht kommuniziert worden sei, wie ehemalige Elternbeiräte erzählt hätten, kritisieren die Mütter und Väter. Das wirke wie ein bewusstes Verschweigen. Viele Eltern hätten sicherlich eine andere Kita gewählt, wäre ihnen das Ausweichquartier vorab bekannt gewesen.

Einziger freier Standort

Zwar sei einigen Eltern gegenüber erwähnt worden, dass eventuell eine kurzzeitige Auslagerung in den Günthersburgpark anstehe, schreiben die Eltern. Da die Information vage blieb und der Park nicht weit vom Kindergarten entfernt liegt, habe das die Entscheidung aber nicht weiter beeinträchtigt. Die Eltern verstehen nicht, warum das Zentrum nicht in den Park ausgelagert werden kann.

Das sei nie geplant gewesen und auch nicht möglich, sagt Gabriele Bischoff, Betriebsleiterin von Kita Frankfurt. Zwar seien auf dem ehemaligen Betriebshof am Günthersburgpark mehrere Kitas ausgelagert gewesen. Doch müsse das Areal im kommenden Jahr geräumt werden – die Stadt will es als Parkerweiterung umgestalten.

Das Kinderzentrum müsse dringend saniert werden, sagt Bischoff, „schon seit Jahren“. Entsprechend lange suche sie nach einem Ausweichstandort – bislang vergeblich. Das Areal der Stoltze-Schule, wo die Kinder in einer Containeranlage untergebracht werden sollen, sei die einzige Lösung – und gut geeignet. Es sei eingezäunt, für die Hortkinder, die aus der gleichen Schule kommen, werde ein Shuttle eingerichtet. Auch sei die Friedberger Anlage „nicht schlimm“, so Bischoff. Dort säßen nur „ein paar Obdachlose am Teich, da muss keiner Angst haben“. Nach den Sommerferien werde es noch einen Elternabend zur Auslagerung geben.

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