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Petra Römer bei der TG

TG Bornheim

„Ich kann nicht nur sitzen, ich muss mich bewegen“

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Petra Römer, Vorstandsmitglied bei der TG Bornheim, erhält die Bürgermedaille. 

Petra Römer ist fast schon ihr ganzes Leben bei der Turngemeinde (TG) Bornheim aktiv. Als junges Mädchen, im Alter von vier Jahren hatte ihre Mutter sie 1971 beim Kinderturnen angemeldet. Bereits mit 17 Jahren engagierte sie sich als Trainerin in dem Verein. Bis heute ist sie nicht ausgetreten. Im Gegenteil. Inzwischen sitzt sie im geschäftsführenden Vorstand der TG Bornheim. Für ihr langjähriges Engagement im Verein erhält sie am heutigen Freitag im Römer die Bürgermedaille der Stadt Frankfurt verliehen.

Anfang der 80er Jahre war es, als der Verein mit dem Überleben zu kämpfen hatte, da kam Petra Römer mit etwas völlig Neuem an: Jazztanz. „Ich wollte den Damen etwas anbieten, die abends ein Workout machen wollten.“ Mit Erfolg. Auch Jahre später noch erwähnte der Vorsitzende der TG, Peter Völker, das Engagement, das seiner Ansicht nach mit zum Erfolg des inzwischen rund 30 000 Mitglieder zählenden Sportvereins führte.

Völker war es auch, der im Lauf der Jahre auf sie aufmerksam geworden sei, sagt Römer. Er habe sie zunächst für kleinere Aufgaben eingesetzt, „als Kassenprüferin und bei Turnratssitzungen“. Sie machte ihre Arbeit gut. Im Jahr 2000 wurde sie schließlich in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. Als Trainerin ist Römer immer noch aktiv, „nur auf einem Stuhl sitzen, das kann ich nicht. Ich muss mich bewegen.“ Für den Sport habe sie sich schon früh interessiert. „Ursprünglich wollte ich sogar Sportlehrerin werden.“ Ihre Eltern hätten ihr diesen Plan ausgeredet. Jetzt arbeitet Petra Römer bei der Förderbank KfW. „Sport mache ich nur noch in meiner Freizeit – das ist ein guter Kompromiss.“

Dabei geht es Petra Römer bei der TG Bornheim keineswegs nur um die Bewegung. Das Vereinsleben spiele für sie eine sehr große Rolle: „Wenn es nur um Massenabfertigung ginge, wäre ich nicht mehr dabei.“ Rund 100 Ehrenamtliche seien bei der Turngesellschaft aktiv. Sie helfen bei Veranstaltungen, bauen Infozelte auf, besuchen Jubilare und packen an, wenn Hilfe benötigt wird. „Das ist Menschlichkeit in der heutigen harten Zeit“, sagt Petra Römer.

Sie bekomme auch viel zurück. Denn der Vorstand sei trotz der Größe des Sportvereins keineswegs weit entfernt von den restlichen Mitgliedern. „Wir sind ein Team.“

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