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Derzeit ist die Baugrube voll Regenwasser. Anwohner:innen sorgen sich deshalb, dass die Arbeiten eingestellt wurden. Foto: Monika Müller
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Derzeit ist die Baugrube voll Regenwasser. Anwohner:innen sorgen sich deshalb, dass die Arbeiten eingestellt wurden.

Bornheim

Hochbau auf der Berger Straße beginnt im Oktober

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Nach Angaben des Bauherrn gibt es keine Verzögerung am geplanten Neubau auf der Brache zwischen Berger Straße und Ringelstraße. Anwohner:innen haben Sorge, dass die Arbeiten an dem bekannten Grundstück wieder ins Stocken geraten.

Um es gleich zu sagen: Bornheim bekommt kein zweites Schwimmbad. Auch wenn die Baugrube zwischen Berger und Ringelstraße derzeit voll Wasser ist und sich einige vorstellen könnten, dort planschen zu gehen. Bevor die Arbeiten in den kommenden Wochen wieder aufgenommen werden, werde das Regenwasser abgepumpt, teilt der Bauherr, die Ozean Horizont Projektentwicklungs GmbH, mit.

Nach wie vor liege das Vorhaben im Zeitplan, sagt Projektleiter Klaus Fockenberg. Demnach soll auf dem 3800 Quadratmeter großen Areal bis Sommer 2023 ein Mix aus Wohnen und Gewerbe entstehen. Geplant sind 70 Wohnungen, ein Supermarkt zur Berger Straße hin sowie eine Kindertagesstätte an der Ringelstraße. Derzeit werde der Vertrag mit dem Generalunternehmer unterzeichnet, so Fockenberg. Im September soll die komplette Baustelle eingerichtet werden, so dass die eigentlichen Arbeiten Anfang Oktober beginnen können.

Dass in der Baugrube Regenwasser steht, habe keine Bedeutung, sagt der Projektleiter. Dort sei eine dünne Sauberkeitsschicht aus Beton, auf die später die Bodenplatten gegossen werden. Zunächst werde aber ein Fundament für den Kran gesetzt, für das das Wasser abgepumpt wird. Auch auf die unter dem Areal verlaufenden U-Bahn-Röhre habe es keine Auswirkungen. Das stellten regelmäßige Messungen sicher.

Dass in den vergangenen Wochen kaum gearbeitet wurde, habe „weder technische noch wirtschaftliche Gründe“, sagt Ozean Projektleiter Fockenberg. Die Arbeiten an der Baugrube hätten jedoch früher als geplant beginnen müssen, da ansonsten die Baugenehmigung erloschen wäre. Diese hatte die Ozean Horizont ebenso wie die Planung Ende 2019 vom Vorgänger übernommen. Bis zum eigentlichen Baustart habe es dadurch eine Zeit ohne Baulärm gegeben.

Dass die Arbeiten länger ruhten, hat nicht nur Anwohner Udo Muras irritiert. Zehn Jahre lang habe er auf die Brache geschaut. Er und viele aus der Nachbarschaft seien froh gewesen „dass es endlich losgeht“. Sie wollten nicht, dass Stillstand herrscht, sondern das Areal wieder „schöner wird“. Bislang habe das Bauunternehmen regelmäßig informiert und an Ostern sogar Schokohasen verteilt. In den vergangenen Wochen sei es still geblieben. Fockenberg versichert, das nächste Schreiben sei bereits in Arbeit.

Die Sorge der Anwohner:innen ist verständlich. 2002 war das Grundstück, das lange Zeit dem inzwischen verstorbenen Investor Heinrich Gaumer gehörte, in die Schlagzeilen gekommen. Damals war ein marodes Haus an der Berger Straße eingestürzt. Ein Teil der Hauswand stürzte auf den Bürgersteig und hatte Passant:innen verletzt. Bis 2014 hatte das Satire-Lokal Klabunt dort seinen Sitz. Zwischenzeitlich gehörte das Gelände einem Investor aus Dreieich, der auch die Pläne für die Baulücke zwischen Berger und Ringelstraße entwickelt hat. Seit knapp zwei Jahren ist sie im Besitz der Ozean Horizont aus Herrenberg in Baden-Württemberg.

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