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Geld für marode Spielplätze in Bornheim

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Von: Boris Schlepper

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Vor Jahren war der Spielplatz an der Germaniastraße noch schön, wie das Archiv-Bild von 2007 zeigt.
Vor Jahren war der Spielplatz an der Germaniastraße noch schön, wie das Archiv-Bild von 2007 zeigt. © Petra Welzel

Ortsbeirat will Flächen am Nußbaum- und am Germaniaplatz aufwerten lassen. Sie sollen auch mit barrierefreien Geräten ausgestattet werden.

Der Spielplatz an der Germaniastraße und der Bolzplatz auf dem Nußbaumplatz sind nach Ansicht des Ortsbeirats 4 (Bornheim, Ostend) in keinem guten Zustand. Das Gremium hat deshalb in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für einen Antrag der Linken gestimmt, der fordert dass die beiden Flächen zeitnah saniert werden. Zudem sollen sie mit barrierefreien Spielgeräten ausgestattet werden. Damit die Arbeiten schneller beginnen können, hat das Stadtteilparlament angeboten, Geld aus seinem Budget beizusteuern.

Der Statusbericht der Kinderbeauftragten nach einer Begehung Ende vergangenen Jahres habe eindrücklich gezeigt, dass für die beiden Spielplätze „dringender Sanierungsbedarf besteht“, heißt es in der Begründung des Linken-Antrags. Das Areal am Germaniaplatz benötige demnach eine grundlegende Erneuerung mit zeitgemäßer Ausstattung. Auch Anwohnende hätten das beanstandet. Am Nußbaumplatz müsse der Belag des Bolzplatzes erneuert werden. Wünschenswert seien dort laut Erzieher:innen der nahen Kita und Eltern zudem Wasserspiele, Eingangstore zum Spielplatz sowie eine Beschattung des Sandkastens.

Sämtliche Fraktionen im Ortsbeirat 4 unterstützten den Antrag. Den Nußbaum-Spielplatz barrierefrei auszubauen sei dringend nötig, sagte die scheidende Sozialbezirksvorsteherin Elsbeth Muche, „der ist immer richtig voll“.

Die Grünen hatten zunächst darauf gedrängt, nicht die Sanierung beider Flächen zu fordern. Der Magistrat habe erst vor kurzem mitgeteilt, dass Personal und Geld für derartige Aufgaben fehle, sagte Eva Thiem. Sie befürchte deshalb, dass der Antrag abgelehnt werden könnte. Sie regte an, zunächst nur den Bolzplatz herrichten zu lassen. Dieser sei so marode, dass ihm die Sperrung drohe, auch sei eine Sanierung „nicht so teuer“. Arbeiten am Germania-Spielplatz, der „traurig und trostlos“ und zu einem Drittel versiegelt sei, seien aufwendiger.

Zeichen setzen für Kinder

Thiem regte zudem an, die Nutzer:innen „mit Eigenleistung“ einzubeziehen, dann könne auch eine größere Akzeptanz erzielt werden. Sabine Fischer (CDU) schlug vor, einen Schwerpunkt-Spielplatz mit barrierefreien Geräten zu fordern. Antragsstellerin Pearl Hahn lehnte es aber ab, den Antrag für weitere Änderungen zu schieben. Der Ortsbeirat sollte in Zeichen setzen, dass für die Sanierung der Spielplätze Geld in die Hand genommen werden müsse, sagte Linken-Fraktionsvorsitzende Pearl Hahn. In Corona-Zeiten seien Kinder ohnehin sehr belastet.

Deshalb sei es auch sinnvoller, wenn das Gremium Geld für den Spielplatz gebe, anstelle für einen Bücherschrank, so Hahn. Diesen hatte die SPD in einer eigenen Vorlage für den Martin-Weber-Platz vor der Heilig-Kreuz-Kirche an der Wittelsbacherallee gefordert. Der Ortsbeirat solle das Möbel mit 7000 Euro unterstützen. Ein Spielplatz könne nicht mit einem Bücherschrank verglichen werden, sagte Antragsteller Ulrich Labonté. Auch dieser sei „in Zeiten der Pandemie ein Ort der Kommunikation“. Der Antrag wurde zurückgestellt. Zunächst soll geklärt werden, über wie viel Geld der Ortsbeirat noch verfügt.

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