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Flanierzone auf der Berger Straße

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Von: Boris Schlepper

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Das Fünffingerplätzchen in Bornheim soll schon lange umgestaltet werden.
Das Fünffingerplätzchen in Bornheim soll schon lange umgestaltet werden. © Monika Müller

SPD im Ortsbeirat 4 will einen Abschnitt der Bornheimer Einkaufsmeile für den Durchgangsverkehr sperren. Auch das Fünffingerplätzchen könnte in dem Rahmen umgestaltet werden.

Die Berger Straße zwischen Saalburg- und Ringelstraße soll nach dem Willen der SPD im Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend), attraktiver werden. Die Fraktion will prüfen lassen, ob und wie die Mobilität in dem Abschnitt inklusive des Bornheimer Fünffingerplätzchens mittelfristig verändert werden kann. Da die Straße schmal sei, komme es dort immer wieder zu Gefahren- und Stresssituationen zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmer:innen. Über die Vorlage berät das Gremium in seiner Sitzung am Dienstag.

Die Stadt soll untersuchen, ob der Teil der Berger künftig für den Durchgangsverkehr gesperrt werden kann, sagt Antragsteller Ulrich Labonté. „Es wäre vorstellbar, hier eine Zone zu schaffen, die nur für Anlieger und Lieferverkehr befahrbar wäre.“ Komplikationen sieht er nur wenige. Zwar gebe es auf dem Abschnitt Geschäfte, Restaurants, Arztpraxen und Dienstleister. Viele verwiesen ihre Kund:innen und Patient:innen jedoch auf das Parkhaus in der Heidestraße, da es kaum Parkplätze gebe, „im Sommer sind es durch die Außengastronomie noch weniger“. Zudem entstehe in dem Neubau zwischen Ringel- und Berger Straße zusätzlicher unterirdischer Parkraum.

Wie die Sperrung für den Durchgangsverkehr umgesetzt werden kann, müsse die Stadt überlegen, so Labonté. Denkbar sei, die Einbahnstraßenregelung auf dem Abschnitt umzudrehen. Auch könne das Abbiegen von der Saalburgstraße verboten werden. Sinnvoll wäre es nach Ansicht der SPD, im Zuge dessen auch gleich das Bornheimer Fünffingerplätzchen anzugehen.

Schon lange befasse sich der Ortsbeirat mit dem Thema, da es unter anderem den Wunsch aus der Bevölkerung gebe, dass das Areal für Familien mit Kinder attraktiver wird, sagt Ulrich Labonté. Die Berger Straße könnte etwa ebenerdig mit dem Platz barrierefrei verbunden werden. „Das wäre nicht nur optisch hochwertig, sondern ergäbe insbesondere für ältere Mitmenschen und Familien eine Flanier-und Aufenthaltszone.“

Es ist nicht der erste Vorstoß der SPD zur Mobilität auf der Berger Straße. Im Januar hat sich der Ortsbeirat bereits dafür ausgesprochen, Ideen für den Abschnitt zwischen Saalburg- und Höhenstraße zu entwickeln, um für ein besseres Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer:innen zu sorgen. Auch die Strecke vom Fünffingerplätzchen bis zum Hohen Brunnen, „die Partymeile“, wollen sich die Sozialdemokraten noch widmen, kündigt Labonté an. Da die Abschnitte verschieden seien, müssten sie separat betrachtet und behandelt werden, „da kann es keine einheitliche Lösung für die ganze Straße geben“.

Der Ortsbeirat 4 tagt am Dienstag, 3. Mai, 19.30 Uhr, im Zoogesellschaftshaus, Bernhard-Grzimek-Allee 1 (Zugang nur mit medizinischer Gesichtsmaske). Vertreter:innen des Bürgeramts, Statistik und Wahlen werden ihr Konzept zum Verlauf der Volkszählung vorstellen und Fragen beantworten.

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