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Getanzt wurde beim indischen Kulturfestival auch.

Bornheim

In Frankfurt-Bornheim hilft ein indischer Bildungsverein mit Essen

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Kleines Kulturfest des indisches Bildungsvereins „Asha for Education“ im Pfarrsaal Sankt Josef.

Mitglieder des indischen Bildungsvereins „Asha for Education“ haben zu Hause und vor Ort gekocht und traditionelle Gerichte aus ihrer Heimat an einem vegetarischen Buffet in Terrinen angerichtet. Durch das Foyer dringt der Essensduft in den ganzen Pfarrsaal Sankt Josef, wo gefeiert wird, weil der Bildungsverein des Weltladens das Fest unterstützt, der im Vorderhaus an der Berger Straße untergebracht ist. Dem Vorsitzenden des Vereins, Harald Hütter, ist wichtig, dass sich bei dem Fest „Menschen aus verschiedenen Kulturen begegnen. Nur durch so direkte Verbindungen ist der Abbau von Vorurteilen möglich“, sagt er.

Außerdem lassen sich andere Kulturen bis zu einem gewissen Maß über den Gaumen erkunden. Auf den Schildern vor den Terrinen sind Beschreibungen zu lesen, darunter das Kichererbsen-Curry „Channa Masala“, das Linsengericht „Dal“ und „Dahi Vada“. Bei der Vorspeise handelt es sich um frittierte Linsenteig-Bällchen in Joghurt-Minzsoße.

Im Saal sitzen rund zwei Dutzend Gäste verteilt an Tischen und essen. Christoph Messer ist mit seiner Frau Martina aus der Nähe von Heidelberg angereist, weil sein Geschäftspartner Mitglied des Vereins ist. Das Paar sei zum zweiten Mal dabei. „Wir probieren uns einmal durch“, sagt Martina Messer. Vor 20 Jahren seien die beiden schon mit dem Rucksack durch Indien gereist, berichtet die 51-Jährige. „Durch die Gewürze und den Geschmack fühlt man sich gleich wieder zurück versetzt“, fügt sie hinzu.

Nebenbei tun die Messers sowie die weiteren Gäste noch etwas Gutes. Denn der Eintrittspreis von zwölf Euro, der das Essen am Buffet beinhaltet, fließt in soziale Projekte nach Indien. Mit rund 500 bis 600 Euro Einnahmen rechnet Kasturi Dadhe von „Asha for Education“ an diesem Nachmittag. Viele würden auch darüber hinaus spenden, berichtet die 38-Jährige. Vor allem Grundschulen fördert der Verein, in dem sich ausgewanderte Inder weltweit zusammengeschlossen haben. Es würden etwa Klassenzimmer und Toiletten gebaut. „Wir wollen besonders unterprivilegierten Kindern Zugang zu Bildung ermöglichen“, fügt Dadhe hinzu.

Regelmäßig würden sich Vereinsmitglieder ein Bild davon machen, wohin die Spendengelder fließen. Sie sei erst im letzten Jahr in der Region um Neu-Delhi gewesen, sagt sie, und zeigt Fotos von einer Gruppe gespannt in die Kamera guckender Kinder und einem Mädchen, das gerade in ein Heft schreibt. Das Mädchen sei Tochter von nicht-sesshaften Bauern, die durch die Region wanderten – immer auf der Suche nach Gelegenheitsarbeiten. So könnten die Kinder nicht regelmäßig in eine Schule gehen. Durch den Aufbau verschiedener Projekte in der gesamten Region und ein entsprechend angepasstes Angebot, könnten die Kinder aus diesen Familien nach den Ortswechsel in den jeweiligen Schulen durch Aufbaukurse den Anschluss zur Regelschule schaffen.

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