Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Im Sommer 2019 sammelten Peter Schmidt (links) und Bernhard Ochs von der Wählergruppe Die Frankfurter Unterschriften für ihre Initiative „Klos für den Bornheimer Hang“. Foto: Monika Müller
+
Im Sommer 2019 sammelten Peter Schmidt (links) und Bernhard Ochs von der Wählergruppe Die Frankfurter Unterschriften für ihre Initiative „Klos für den Bornheimer Hang“.

Bornheim

Ein Klo für den Bornheimer Hang

Das städtische Toiletten-Konzept sieht eine WC-Anlage an der Rose-Schlösinger-Anlage vor. Ein Kiosk ist dort jedoch nicht geplant, obwohl Kleingärtner anbieten, ihn betreiben zu wollen.

Eine gute und eine schlechte Nachricht gibt es für Bernhard Ochs und Peter Schmidt der Wählergruppe Die Frankfurter: Im Toilettenkonzept der Stadt ist ein WC in der Rose-Schlösinger-Anlage an der Kettelerallee vorgesehen. Von einem Kiosk, wie ihn etwa Ochs fordert, ist allerdings nicht die Rede. „Es ist doch bekloppt, nur eine Toilette hier hinzustellen. Das grenzt an Verweigerung, Geld zu verdienen“, ist Ochs fassungslos.

Seiner Ansicht nach würde ein Büdchen am Bornheimer Hang sehr gut laufen. Dort gibt es zwei Spielplätze und einen Fitnessparcours für Senioren. In der Anlage seien viele Spaziergänger unterwegs. Der Kioskbetreiber würde, da ist Ochs sich sicher, auch von Laufkundschaft profitieren, weil viele FSV- oder Löwen-Fans auf dem Weg zu den Heimspielen vorbeikämen. An der Stelle hatte es schon einmal ein Café gegeben, das jedoch abgerissen wurde.

Der scheidende Stadtverordnete hatte sich mit seinem Parteifreund Peter Schmidt seit Jahren für ein WC in der Rose-Schlösinger-Anlage eingesetzt. Das haben die beiden jetzt zwar erreicht, hundertprozentig zufrieden ist das Duo aber nicht. Ochs will weiter für ein Kiosk kämpfen. Bei der Kommunalwahl hat er den erneuten Einzug in den Römer verpasst und löst jetzt Schmidt, der zu wenig Stimmen erhielt, im Ortsbeirat 4 ab.

Oliver Lang, Vorsitzender des Kleingärtnervereins Buchhang, ist froh, dass es endlich eine öffentliche Toilette geben soll. Dann, so hoffen er und die Vereinsmitglieder, müsse niemand mehr sein Geschäft in den angrenzenden Gärten erledigen. Dass die Stadt, wie Günter Murr vom Amt für Bau und Immobilien bestätigt, statt der Kiosklösung mit angegliederten Toiletten eine Systemtoilette präferiert, bedauert Lang. Die Kleingärtner wären immer noch bereit, das Kiosk in der Grünanlage zu betreiben und würden sich sogar um die öffentlichen WCs kümmern. „Es müsste nur jemand den Kiosk bauen, uns bei der Pacht entgegenkommen und uns eine Probezeit gewähren.“

Ein finanzielles Risiko für den Verein will Lang nämlich nicht eingehen. Dass sich ein Kiosk an dieser Stelle trägt, davon ist er aber überzeugt. Zusätzliches Publikum könnte eine Boulebahn anziehen, meint Lang. Auch Lesungen oder Musikbeiträge könnte er sich vorstellen. Zum Markenzeichen für das Kiosk könnten Speisen werden, deren Zutaten die Kleingärtner selbst anbauen.

Kern des Toilettenkonzepts von Stadtrat Jan Schneider (CDU) sind 18 neue Anlagen. Dazu zählen WCs in der neuen Altstadt, am Fernbusbahnhof und im Bethmannpark. Für die 18 Standorte rechnet der Stadtrat mit Kosten in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro. Das Stadtparlament muss noch zustimmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare