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Boulen am FSV-Stadion

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Von: Boris Schlepper

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Derzeit werfen die Mitglieder des Vereins Bornheim Boules auf dem Gelände des Grünflächenamtes oberhalb des Günthersburgparks.
Derzeit werfen die Mitglieder des Vereins Bornheim Boules auf dem Gelände des Grünflächenamtes oberhalb des Günthersburgparks. © christoph boeckheler*

Die neue Anlage für den Bornheimer Pétanque-Verein eröffnet im März auf der Fläche des Fußballvereins. Dieser hat im Gegenzug einen Kunstrasenplatz erhalten.

Vom Bornheimer Hang aus betrachtet sieht es so aus, als könnten morgen schon die ersten Kugeln geworfen werden. Doch bis die Mitglieder des Vereins Bornheim Boules ihre neue Anlage auf dem Gelände des FSV Frankfurt bespielen können, vergehen mindestens anderthalb Monate. Erst für März ist die Eröffnung der 16 Bahnen geplant.

Noch ist die Anlage, die die Stadt für den Boule-Verein baut, nicht ganz fertig, sagt der Präsident der Pétanque-Spielerinnen und -Spieler, Klaus Bittner. In dem kleinen Haus, in dem etwa Getränke und eine Küche unterkommen, gebe es keine Fenster und Schlösser. Auch fehle die oberste Deckschicht für die Bahnen, die der Verein selbst auftragen werde. Dafür müsse sich zunächst der Untergrund setzen und verdichten. Damit sei in den kommenden drei Wochen zu rechnen.

Der Aufbau der Boule-Bahnen sei kompliziert und bestehe aus vier verschiedenen Schichten, erläutert Bittner. Schließlich müssten sie die im Schnitt 600 Gramm schweren Stahlkugeln aushalten, „und er muss wasserdurchlässig sein“. Dabei werde es in Bornheim Bahnen mit unterschiedlichen Beschaffenheiten geben. Geplant seien Deckschichten mit groben, mittleren oder feinem Basaltsplitt. So könnten verschiedene Schwierigkeitsgrade geschaffen werden „und es wird interessanter“.

Turniere vor der Orangerie

Nicht nur interessanter soll es am neuen Standort werden. Da die Anlage 16 Bahnen hat, Flutlicht und Toiletten, könne der Verein künftig Turniere der Hessenliga ausrichten, sagt Bittner. Geplant sei auch eine Beteiligung an der Pétanque-Bundesliga, „aber das ist noch Zukunftsmusik“.

Derzeit spielen die Mitglieder des Boule-Vereins auf zehn Bahnen auf dem ehemaligen Werkstattsgelände des Grünflächenamts am Günthersburgpark. Doch in naher Zukunft wird das Gelände der geplanten Erweiterung der Grünanlage zugeschlagen. Bittner geht davon aus, dass bis dahin der Umzug an den Bornheimer Hang abgeschlossen ist. Für den 17. März sei die Eröffnung geplant.

Der Verein wollte eigentlich im Günthersburgpark bleiben, sagt Bittner. Viele der 108 Mitglieder kritisierten, dass der Standort am Bornheimer Hang zu weit abseits liege. Anfänglich seien deshalb in der neuen Anlage alle zwei Wochen vereinsinterne Turniere geplant, „damit sich die Leute daran gewöhnen“.

Doch auch künftig werden vor der Orangerie im Günthersburgpark Kugeln geworfen. Die traditionellen Nocturnes – vier Turniere, an denen sich bis zu 40 Teams beteiligen – sollen im Park bleiben, sagt Präsident Bittner. Gespielt wird jeweils nachts. Tagsüber sei es im Park zu voll, „wenn da jemand eine 700-Gramm-Kugel am Kopf trifft, ist das schlecht“.

Damit der Boule-Verein das Gelände im Günthersburgpark räumt, hat das Grünflächenamt nach einer Ausweichfläche gesucht, sagt Mitarbeiter Michael Anthes. Fündig wurde es beim FSV. Dieser opferte ein Stück eines alten Rasenplatzes und bekam dort im Gegenzug ein neues Kunstrasenfeld: „Eine Win-win-Situation für beide.“ 505 000 Euro hat die Stadt für den Umbau der 1500 Quadratmeter großen Boule-Anlage gezahlt. 715 000 für den Kunstrasen, der im September fertiggestellt werden konnte.

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