Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Seit Samstag müssen Besucher und Besucherinnen auf Wochenmärkten medizinische Masken tragen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme im Dezember galt das noch nicht.
+
Seit Samstag müssen Besucher und Besucherinnen auf Wochenmärkten medizinische Masken tragen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme im Dezember galt das noch nicht.

Bornheim

Bornheimer Wochenmarkt ist zu voll

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
    schließen

Der Aufenthalt am Uhrtürmchen muss ungemütlicher werden, fordern Kritiker:innen. Bei einer Kontrolle hat das Ordnungsamt allerdings nur einen Besucher verwarnen müssen.

Der Besucher trug keine Maske, da baten ihn die Stadtpolizist:innen direkt zur Kasse. 50 Euro musste er als Barverwarnung zahlen. Zwei weitere, die die Beamt:innen am vergangenen Samstag auf dem Bornheimer Wochenmarkt ohne bedeckten Mund und Nase erwischten, hatten Atteste. „Ansonsten haben sich alle an die Regeln gehalten“, sagt Michael Jenisch vom Ordnungsamt. Von 10 bis 11.30 Uhr war seine Behörde rund um das Uhrtürmchen unterwegs.

Außer nach der Maskenpflicht schauten sie nach den Hygienekonzepten der Stände, sagt Jenisch. Die Kollegen und Kolleginnen hätten eine positive Bilanz gezogen, „das war eine erfolgreiche Kontrolle“. Selbst an die am Samstag gerade erst eingeführte Regel, auf Wochenmärkten eine medizinische Maske zu tragen, hätten sich die meisten bereits gehalten. Nur in einzelnen Fällen hätten sie FFP2-Masken an Kundinnen und Kunden ausgegeben, die nur einfache Stoffvarianten trugen.

Doch nicht alle sehen die Situation auf dem Wochenmarkt so positiv. Dort habe am Samstag ein großes Gedränge geherrscht, beschreibt ein FR-Leser die Situation, „meine Frau war sehr nervös“, die Ansteckungsgefahr rund um Bornheim Mitte sei groß gewesen. Bedenklich findet es der FR-Leser, dass es nach wie vor einen Wurststand gebe und die umliegenden Lokale Kaffee und Speisen ausgeben dürfen. Viele der Marktbesucher:innen blieben dann stehen, schmausten und kämen mit anderen ins Gespräch. „Das muss ungemütlicher werden“, fordert er.

Keine Bedenken hat dagegen Michael Lorenz von der Managementgesellschaft für Hafen und Markt (HFM). Der Wochenmarkt sei an der frischen Luft, die Besucher:innen trügen medizinische Masken und die Verweildauer sei kurz, „das ist eine recht sichere Geschichte“, besser als im Supermarkt. Auch verhielten sich die meisten vorbildlich. Da auf dem Markt nichts verzehrt werden dürfe, gebe es auch keine Treffpunkt-Funktion mehr. Nur ein Abholservice sei erlaubt.

Dass die umliegenden Lokale an den Markttagen mittwochs und samstags schließen müssen, hält Ortsvorsteher Hermann Steib (Grüne) für keine Lösung. An den beiden Tagen könnten sie große Umsätze machen. Seinen Beobachtungen nach gebe es ohnehin keine großen Menschenansammlungen. Lediglich an einzelnen Ständen stünden Schlangen - „mit Abstand“; man komme aneinander vorbei. Beschwerden von Bürger:innen lägen ihm kaum vor.

Eine erneute Verlagerung an den Festplatz wie zu Beginn des ersten Lockdowns lehnt Lorenz von der HFM ab. Damals hätten sich Beschwerden der Besucher:innen gehäuft, Händler und Händlerinnen hätten über geringe Umsätze geklagt. Theoretisch wäre eine Verlagerung an den Festplatz indes möglich, heißt es von der Tourismus und Congress GmbH, die das Areal verwaltet. Es gebe jedoch bereits Anfragen für Messen, Flohmärkte und Zirkusse für die Zeit, wenn Veranstaltungen wieder möglich sind, „die stehen in den Startlöchern“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare