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Bornheimer Sportverein baut sich eigenes Schwimmbad

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Bis zum Frühjahr soll der Neubau stehen. Der Vorsitzende Peter Völker, Sportdezernent Mike Josef (SPD), die Zweite Vorsitzende Petra Römer, Geschäftsleiter Thomas Völker und Architekt Lars Waldeck (von links) beim offiziellen Spatenstich an der Inheidener Straße.
Bis zum Frühjahr soll der Neubau stehen. Der Vorsitzende Peter Völker, Sportdezernent Mike Josef (SPD), die Zweite Vorsitzende Petra Römer, Geschäftsleiter Thomas Völker und Architekt Lars Waldeck (von links) beim offiziellen Spatenstich an der Inheidener Straße. © ROLF OESER

Die Turngemeinde Bornheim plant ein neues Center für sechs Millionen an der Inheidener Straße. Die Stadt Frankfurt und das Land Hessen bezuschussen das Projekt, das bis zum kommenden Frühjahr umgesetzt werden soll

Die Bornheimer Turngemeinde 1860 erweitert ihr Angebot. Bis zum kommenden Frühjahr will der Verein auf seinem Grundstück an der Inheidener Straße in Bornheim ein neues, rund sechs Millionen Euro teures Sportcenter bauen, in dem auch ein Schwimmbad für die Mitglieder sein soll. Die Stadt Frankfurt unterstützt das Projekt und übernimmt mehr als ein Drittel der Kosten. Das Land beteiligt sich mit 674 000 Euro. Am Montag hatte der Verein zum offiziellen Spatenstich eingeladen.

Der dreigeschossige Neubau soll direkt an das bestehende Zentrum angebaut werden, erläuterte die designierte Vorsitzende Petra Römer. Geplant sei, das Gebäude auf Stelzen zu setzen, um den dortigen Parkplatz erhalten zu können. Im ersten Stock soll ein Schwimmbad entstehen: 22,5 Meter lang, 8 Meter breit und zwischen 1,35 bis maximal 1,80 Meter tief. Das Becken werde barrierefrei zugänglich sein: Über eine Hebevorrichtung könnten Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ins Wasser gehoben werden.

In den beiden über dem Bad liegenden Etagen seien Mehrzweckräume für das Fitnessangebot des Vereins geplant, sagte Römer. Zudem soll dort ein sogenanntes Dojo entstehen, ein Trainingsraum für verschiedene Kampfsportarten, die die TG im Programm hat. In allen drei Stockwerken sind zudem Umkleiden, Duschen und Toiletten geplant. Auf dem Dach werde eine Photovoltaikanlage mit Speicher installiert, dessen Energie abends genutzt werden könne. Zudem werde der Neubau so errichtet, dass er nur 40 Prozent des Energiebedarfs eines Standardhauses habe, so Römer. An der Außenwand, direkt an der Straße, soll wieder die Kletterwand aufgebaut werden, die für den Anbau Platz machen musste.

Lange Wartelisten

„Wir brauchen mehr Wasser“, begründete Römer, warum der Verein in ein eigenes Bad investiert. Mehr als 500 Schwimmkurse mit 5500 Teilnehmenden habe die TG Bornheim zuletzt angeboten, vor allem im Fechenheimer Gartenbad, im Panoramabad und in Schulbädern. Dennoch stünden derzeit bis zu 300 Personen auf den Wartelisten. Das soll sich mit dem eigenen Becken ändern, das vor allem als Ausbildungsbad dienen werde, sagte der Vorsitzende Peter Völker. Am Betrieb des Gartenbads und der Vereinbarung mit den Bäderbetrieben, dass der TG dienstags das Panoramabad – und künftig das Familienbad – zur Verfügung steht, ändere das nichts: „Wir wollen, dass Kinder schwimmen lernen.“

Auch in anderen Stadtteilen gebe es lange Wartelisten für Schwimmkurse, sagte Sportdezernent Mike Josef (SPD) beim Spatenstich. Jede Wasserfläche, die neu entstehe, sei deshalb ein Gewinn. Der Stadtrat sicherte die Unterstützung der Stadt in Höhe von 2,1 Millionen Euro zu. Die Turngemeinde beweise Mut, in schwierigen Zeiten zu investieren, „das muss honoriert werden“. Schließlich sei der Verein nicht nur für die Menschen in Bornheim aktiv und leiste mehr, als nur Sport anzubieten. Die TG ermögliche „soziale Integration“.

Ursprünglich sollte mit den Arbeiten am Neubau bereits 2020 begonnen werden, berichtete Peter Völker. Durch Corona habe der Verein die Pläne zurückstellen müssen. Nachdem die TG im vergangenen Jahr wieder ihren Betrieb aufgenommen hat und die Zahl der Mitglieder steige, habe es der Vorstand gewagt, den Startschuss zu geben. Denn finanziert werde das Projekt über Mitgliedsbeiträge.

So könnte das Schwimmbad der TG Bornheim einmal aussehen. Bild: bhl consultants GmbH
So könnte das Schwimmbad der TG Bornheim einmal aussehen. Bild: bhl consultants GmbH © bhl consultants GmbH

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