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So könnte es im Inneren des geplanten Familienbads aussehen.

Bäder in Frankfurt

Bornheimer Familienbad ohne Schiebedach

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Die Stadt überarbeitet die Pläne für den Neubau an der Eissporthalle. Baubeginn soll 2020 sein.

Die Stadt hat die Pläne für das geplante Bornheimer Familienbad neben der Eissporthalle optimiert. Der 40-Millionen-Euro-Bau, der das in die Jahre gekommene Panoramabad an der Inheidener Straße ab 2022 ablösen soll, wird demnach weniger hoch. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage geplant. Auf ein sogenanntes Cabriodach wird verzichtet, für dass sich viele Bürger ausgesprochen hatten. Stattdessen sollen die großen Fensterfronten zum Bornheimer Hang hin geöffnet werden können. Dagegen protestieren die benachbarten Kleingärtner.

Im August war der Siegerentwurf eines Architektenwettbewerbs für das Bad vorgestellt worden. Dieser sei nun konkretisiert und weiterentwickelt worden, sagt der Chef der ABG, Frank Junker auf Anfrage der FR. Im Mai soll für das Projekt ein Bauantrag eingereicht werden, Anfang 2020 könnten die Bagger rollen. Das Panoramabad soll bis zur Fertigstellung des Neubaus 2022 in Betrieb bleiben. Die Wohnungsbaugesellschaft wird auf dem Areal an der Inheidener Straße anschließend Wohnungen bauen.

Nach den neuen Plänen soll das Familienbad etwas günstiger und klimafreundlicher werden, sagt Junker, der auch Geschäftsführer der städtischen Bäderbaubetriebe GmbH ist, die das Projekt realisiert. Das Cabriodach habe sich als zu teuer erwiesen. Zudem werde die Fläche für eine große Photovoltaikanlage benötigt. Durch diese soll zumindest ein Teil der Energiekosten eingespart werden können.

Ohnehin hätte es nur eine Art Schiebedach gegeben, unter dem die Besucher „wie in einem Topf“ gesessen hätten, so Junker. Könne stattdessen ein Teil der Glasfassade geöffnet werden, entstehe ein „ganz anderes Freibad-Feeling“. Auch müssten Fenster bei Regen nicht gleich geschlossen werden. Junker rechnet nicht damit, dass es für die Anwohner und den benachbarten Kleingartenverein lauter wird als durch ein Cabriodach.

Anders als bislang geplant wird das neue Bad nicht auf Stelzen stehen, sagt Junker, „das wäre zu teuer geworden“. Unter dem Gebäude hätte ein Teil der Besucher parken können. Die Stellflächen sollen nun an der Straße am Bornheimer Hang entstehen, ohne dass in den Festplatz oder die Gärten eingegriffen werde. Zu 90 Prozent könnte ohnehin auf dem Platz vor der Eissporthalle geparkt werden.

An der geplanten Aufteilung im Bad und der Größe der Wasserflächen werde sich nichts ändern. Diese sollen bei etwa 900 Quadratmeter liegen. Auf dem Dach sei nach wie vor eine Saunalandschaft vorgesehen, so Junker. Diese soll allerdings von der Wohnbebauung am Hang weg entstehen.

Im Ortsbeirat 4 stoßen die neuen Pläne nicht nur auf Zuspruch. Das Cabriodach „wäre ein Alleinstellungsmerkmal“ gewesen, bedauert Darius Shafiei (SPD), „schade, dass das jetzt wegfallen soll“. Die Fenster zu öffnen brächte „keinen Mehrwert“. Die CDU könne mit dem Kompromiss leben, sagt der Fraktionsvorsitzende Bodo Pfaff-Greiffenhagen. Durch die große Photovoltaikanlage entstehe ein „Bio-Bad“. Der Kleingartenverein Buchhang am Bornheimer Hang lehnt die neuen Pläne ab. „Wir werden gegen die Fenster mobil machen“, sagt der Vorsitzende Oliver Lang. Könnten die Fenster geöffnet werden, sei mit mehr Lärm zu rechnen.

Frankfurter Freibad-Saison beginnt

Die Frankfurter Freibad-Saison beginnt am heutigen Samstag. Als erstes öffnet das Freibad Hausen, Ludwig-Landmann-Straße 341. Von 6.30 bis 20 Uhr können Schwimmer bei 26 Grad Wassertemperatur Bahnen ziehen.

Für die Gäste serviert das Freibad ab 10 Uhr Gulaschsuppe. Wer eines von 50 Badeentchen schnappt, erhält eine Freikarte. Um 7, 10 und 11 Uhr gibt es kostenlose Schnupperkurse. bos

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