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So sollen die Gebäude an der Ringelstraße einmal aussehen.

Bornheim

Bornheimer Brache wird endlich bebaut

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Im November sollen die Arbeiten auf dem Areal Berger Straße/Ringelstraße beginnen. Dort ist ein Wohnhaus mit Gewerbe und einer Kindertagesstätte im Erdgeschoss geplant.

Die Tage der Brache zwischen Berger und Ringstraße sind gezählt. Voraussichtlich in den kommenden Wochen sollen die Arbeiten an dem geplanten Neubau beginnen, teilt der Bauherr, die Ozean Horizont Projektentwicklungs GmbH, mit. Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen. Vorgesehen ist ein Mix aus Wohnen, Gewerbe und einer Kindertagesstätte.

Schon jetzt wird auf dem 3800 Quadratmeter großen Gelände gewerkelt. Momentan werde sondiert, wie der Baugrund beschaffen ist und ob sich dort etwa Leitungen befinden, die auf keiner Karte eingezeichnet sind, sagt Projektleiter Klaus Fockenberg. Erst vor wenigen Tagen sei ein alter Öltank gefunden worden, der mit Sand verfüllt war. Da die Arbeiten aufwendiger seien als gedacht, habe sich der Baustart verschoben. Ursprünglich sollten es bereits im August oder September losgehen.

Noch habe die Gesellschaft nicht die endgültige Freigabe der Unteren Wasserbehörde. Diese sei nötig, da das Grundwasser auf dem Areal sehr hoch sei, so Fockenberg. Auch laufe noch die Planung für die Entwässerung des Niederschlags, der zum größten Teil auf dem Areal erfolgen müsse. Zudem warte Ozean Horizont noch auf ein Lärmschutzgutachten, dass der TÜV in ihrem Auftrag erstelle. „Wir hoffen, dass es spätestens Anfang November vorliegt.“ Dieses werde dann der Bauaufsicht zur Verfügung gestellt.

Messung der U-Bahnröhre

Ende Oktober werde darüber hinaus die Verkehrsgesellschaft Frankfurt eine sogenannte 0-Messung an der Röhre der U-Bahn vornehmen, die unter dem Grundstücks verläuft. Regelmäßig seien dann weitere Kontrollen vorgesehen, so Fockenberg, um mögliche Veränderungen durch das Bauprojekt zu erfassen. Dieses komme „bis zu vier Meter“ an die Röhre heran.

Um die Auswirkungen auf die umliegenden Häuser im Auge zu behalten, habe Ozean Horizont in den vergangenen Monaten den Status quo in sämtlichen Wohnungen ermittelt. „Wir wissen, wie kritisch die Nachbarschaft gegenüber diesem Projekt ist“, sagt Fockenberg. Schon seit Jahren warten die Bornheimer auf den Baustart. Die beiden vorherigen Bauherren hatten mit den Arbeiten nie begonnen.

Die Lastwagen und Baufahrzeuge sollen das Grundstück über die Ringelstraße anfahren. Dort entstehe auch die Baustelleneinrichtung. Von der Berger Straße aus müssten nur Bohrpfeiler in den Boden getrieben werden, sagt Klaus Fockenberg. Diese „lauten Arbeiten“ sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein. Mit dem Rohbau werde im späten Frühjahr begonnen.

An der Planung habe sich nichts geändert. Nach wie vor seien 67 Wohnungen, 28 davon gefördert, vorgesehen. Zudem eine Tiefgarage für 100 Autos, ein Supermarkt und eine Kindertagesstätte. Derzeit liefen Gespräche mit einem Kita-Betreiber und einem Markt-Anbieter.

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