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TG Bornheim zwischen Vereinsleben und Dienstleistung

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Viel zu erleben gibt es beim Tag der offenen Tür bei der TG Bornheim mit Alex Meier als Stargast.

Im Fitnessraum der TG Bornheim in der Inheiderstraße 64 drängen sich die Menschenmassen, es herrscht große Aufregung, denn zum Tag der Offenen Tür von Frankfurts größtem Breitensportverein hat sich hoher Besuch angekündigt. Großer Applaus brandet auf, als schließlich kein geringerer als Fußballgott Alex Meier durch die Tür kommt.

Der zehnjährige Lasse ist nur deshalb heute in den Verein gekommen: „Ich bin großer Alex Meier-Fan, allerdings aus seiner Zeit bei St. Pauli“, erklärt er in einem entsprechenden Trikot. Ärger von Eintrachtf-Fans bekommt er nicht, allen geht es vor allem um Meier selbst: einmal Fußballgott, immer Fußballgott, egal bei welchem Verein.

Vereinsvorsitzender Peter Völker ist stolz auf den Besuch: „Ich habe Meier zufällig beim Opernplatzfest getroffen“, erzählt er. Dann habe er ihn angesprochen und gefragt, ob er nicht für eine Interviewstunde in Bornheim vorbeischauen wolle. Kurzfristig sagte Meier zu. „Ich komme immer gerne nach Frankfurt zurück, es ist ein Stück Heimat für mich“, sagt der Fußballspieler, der in der vergangenen Saison bei St. Pauli spielte und derzeit „abwartet, was sich als nächstes ergibt“. Nach einem Gespräch mit FFH-Moderator Daniel Fischer stellt sich Meier den Fragen aus dem Publikum und gibt Autogramme. Zeit für eine Sporteinheit hat er allerdings leider nicht. „Mein Hund hat sich die Pfote gebrochen, ich muss mich zuhause um ihn kümmern“, erklärt er.

Für die Besucher gibt es indes ein umfassendes Mitmachangebot: Draußen kann die Kletterwand erklommen werden, im Erdgeschoss können sich Kampfsportler messen, im obersten Stockwerk wird Yoga angeboten.

„Wir haben deutschlandweit eines der größten Vereinssportangebote“, sagt Verwaltungsleiter Thomas Völker. Von Tennis über Basketball oder Futsal bis hin zu Aerial Yoga könne man alles bei der TG usprobieren. Der neuste Schrei sei Kettlebell-Workout, ein funktionales Training, das mehr Dynamik ins Gewichtheben bringe.

Die rund 30 000 Mitglieder kommen für das große Angebot sogar aus dem Umland in die Inheiderstraße 36. Wilma Schwab etwa wohnt seit einigen Jahren im nördlich gelegenen Rosbach, Mitglied der TG blieb sie trotzdem. „Ich habe hier früher auch gearbeitet und das Angebot ist für mich und meine Tochter einfach unschlagbar. Dafür fahre ich gerne hierher.“

Thomas Völker erklärt, dass es ein Alleinstellungsmerkmal der TG sei, den Spagat zwischen Vereinsleben und sportlicher Dienstleistung zu schaffen. „Wir haben etwa im Ballsport sehr aktive Mannschaften, die Gemeinschaft leben, aber gleichzeitig bieten wir ein enormes Kursangebot und Fitnesstraining“, so der Geschäftsführer. Dabei bleibe das Angebot enorm günstig. So liegt der monatliche Mitgliedsbeitrag bei zwölf Euro, für Jugendliche und Rentner bei neun Euro. „Wir wollen Menschen bewegen und in Kontakt bringen, bisher funktioniert die Strategie ganz gut.“

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