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Regisseurin Anette Quentel und das Ensemble stehen in den Startlöchern. 

Bornheim

Bornheim: Theater über Umweltschutz und Politik

„Ein Volksfeind“ von Ibsen feiert erst im Mai Premiere in der Interkulturellen Bühne. Wegen des Coronavirus verschiebt sich der Termin.

Das Ensemble der Interkulturellen Bühne ist bereit. Einmal die Woche proben die Schauspieler zusammen mit Regisseurin Anette Quentel das neue Stück „Ein Volksfeind“ des Norwegers Henrik Ibsen. Die Premiere könnte eigentlich in zwei Wochen stattfinden. Doch wegen des Coronavirus hat sie Theaterleiter Yusuf Kilic auf den 1. Mai verschoben.

Regisseurin Quentel arbeitet seit zwölf Jahren in dem Bornheimer Theater und hatte schon lange vor, das Ibsens Stück einmal aufzuführen. Sie hat es auf zwei Stunden gekürzt, modernisiert und mit ihrem Ensemble wochenlang eingeübt.

In dem Stück geht es um einen Badeort, dessen Wasser verschmutzt ist. Das findet der Badearzt Stockmann heraus. Die am Kurort gelegene Gerberei hat die Verschmutzung verursacht, was er der Presse meldet. Ebenso besorgt zeigt sich der Mittelstand und die Zimmervermietungen im Ort. Sie schlagen sich auf die Seite des Bürgermeisters und behaupten, der Badearzt hätte sich geirrt.

Zum politischen Kalkül kommen familiäre Beziehungen. Denn der Bürgermeister ist der Bruder und der Vorgesetze des Mediziners. Außerdem ist die Frau von Badearzt Stockmann die Tochter des Gerbereibesitzers. Im vierten Akt kommt es auf der Bürgerversammlung zum Showdown mit dem unbeirrbaren Volksfeind Stockmann.

Obwohl viele Theaterstücke der Interkulturellen Bühne in mehreren Sprachen gespielt werden, sprechen in diesem Stück alle Deutsch. Es sei wichtig, alle Formulierungen zu verstehen, sagt Regisseurin Quentel. Besonders reize sie an dem Stück, dass es eine menschliche und eine politische Ebene habe.

Das Stück läuft voraussichtlich am 1. Mai, 2. Mai, sowie am 8. Mai und 9. Mai in der IKB, Alt-Bornheim 32. Die Karten kosten 12 Euro und sind unter der Rufnummer 069 46003741 zu erhalten. 

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