Bauarbeiten

Rohbau in der Freiligrathstraße ist fertig

  • Judith Köneke
    vonJudith Köneke
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Die Nassauische Heimstätte baut in Bornheim 54 neue Wohnungen, eine inklusive WG und spricht von einem „Meilenstein“. Geförderter Wohnraum soll dort nicht entstehen.

Der rote Kran ist schon abgebaut. In der Freiligrathstraße in Bornheim wurde jetzt der Rohbau für ein Mehrfamilienhaus fertigstellt. Das teilte die Eigentümerin, die Nassauische Heimstätte (NHW), mit und nennt es ein besonderes Projekt. „Eine inklusive Wohngemeinschaft für Menschen mit und ohne Handicap zu entwickeln ist für unser Unternehmen nicht nur eine Premiere, sondern auch ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu noch mehr bezahlbarem Wohnraum“, sagte NHW-Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer. Aufgrund steigender Corona-Fallzahlen im Rhein-Main-Gebiet hat die Unternehmensgruppe das geplante Richtfest abgesagt.

Die inklusive WG wird nach Fertigstellung des Projekts 2021 in eine große Erdgeschosswohnung einziehen. Diese bietet 213 Quadratmeter Wohnfläche mit sieben WG-Zimmern und Gemeinschaftsflächen im Koch-, Ess- und Wohnbereich. Zwei Badezimmer und ein separates WC werden barrierefrei zugänglich sein. Für die künftigen WG-Bewohner:innen stehen zudem Balkon- und Gartenflächen zur Verfügung. In der Tiefgarage entstehen behindertengerechte Parkplätze mit barrierefreier Anbindung über einen Aufzug. Kooperationspartner ist der Verein Lebenshilfe Frankfurt, der Hauptmieter der Wohnung und Träger sein wird.

Grünfläche im Hof

Das Neubauprojekt mit insgesamt 54 frei finanzierten Mietwohnungen setzt sich aus 20 Dreizimmer- und elf Vierzimmerwohnungen mit insgesamt rund 4600 Quadratmeter Wohnfläche zusammen. Die einzelnen Wohnungen werden zwischen 58 und 118 Quadratmetern groß sein und eignen sich laut NHW für Singles oder Paare ebenso wie für Familien mit einem oder zwei Kindern. Drei der 33 Tiefgaragenplätze stehen für Carsharing zur Verfügung. Der Bezug der Wohnungen ist für Herbst 2021 geplant.

Das Grundstück hat die NHW in Erbbaupacht vom Evangelischen Regionalverband übernommen. Charakteristisch für das darauf entstehende Stadthaus sei sein sich nach Südosten öffnender, begrünter Vorplatz. Auf der Rückseite des Hauses wird eine gemeinschaftlich genutzte Grünanlage mit Kinderspielplätzen angelegt. Die Architektur nehme ortstypische Merkmale aus der umgebenden Gründerzeitbebauung auf, etwa hohe Eingangsportale, raumhohe Fenster und ein Mansarddach.

Die Mieten werden, wie die NHW im Juni berichtete, bei 13,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Geförderte Wohnungen entstehen nicht. Beim Unternehmen begründet man das mit den Kosten für die inklusive Wohngemeinschaft.

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