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Vier Jahre lang waren Michael Wolfsteiner und Jutta Ulmer für ihre Multivisionsshow „Weltreise zu Fair-Trade-Produzenten, Naturwundern und Heiligtümern“ unterwegs.  

Bornheim

Bornheim: Papier aus Elefantenkot

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Die Multivisionsshow der zwei Frankfurter Jutta Ulmer und Michael Wolfsteiner zeigt, wie Fair-Trade-Bauern in der Fremde leben und produzieren. Am 18. September hat die Show Premiere.

In Ghana haben sie Kakao-Bohnen geöffnet, in Nepal bei der Ernte von Grüntee geholfen. Und in Palästina mit Stecken auf Olivenbäume geklopft, bis sie Blasen an den Händen hatten. Die Fotografen und Journalisten Jutta Ulmer und Michael Wolfsteiner haben fünf Länder bereist, sich Land, Leute und Kultur angeschaut – und vor allem Fair-Trade-Produzenten über die Schulter geblickt. Herausgekommen ist die Multivisionsshow „Weltreise zu Fair-Trade-Produzenten, Naturwundern & Heiligtümern“, die Mitte September Premiere feiert.

Vier Jahre lang hat das Bornheimer Ehepaar an der Show gearbeitet, elf Reisen haben die beiden unternommen. In Israel besuchten sie Beduinen in der Negev-Wüste, die mit Webwaren Geld verdienen. In Sri Lanka waren sie in einer Fair-Trade-Manufaktur, die aus Elefantenkot handgeschöpftes Papier herstellt. Dabei habe im Zentrum stets die Fragen gestanden, „wie die Menschen leben, was sie essen und kochen, über was sie sich freuen“, sagt Ulmer. Verbunden mit dem fairen Handel, Naturschönheiten und der Kultur.

„Unsere Multivisionsshow ist eine Liebeserklärung an unseren Planeten“, sagt Ulmer. Sie soll Mut machen, sich für eine gerechtere und friedlichere Welt zu engagieren. Sie wollten niemanden missionieren, sagt Wolfsteiner. Doch sei es wichtig, dass man Menschen auf Augenhöhe begegne. Mit ihren Bildern zeigen sie, wie viel Arbeit in der Herstellung der Produkte steckt.

Teeernte in Nepal.  

„Wir wollen, dass die Wertschätzung steigt“, sagt Ulmer, „dass die Menschen hier in Deutschland bereit sind, auch einen höheren, gerechteren Preis zu zahlen, dass die Fair-Trade-Bauern vor Ort davon leben können.“ Wichtig war dem Ehepaar, dass es einen Bezug zu den Waren gibt, deren Produktion die zwei dokumentiert haben: Alle gibt es in den Weltläden zu kaufen.

Zwar zeigen sie in ihrer Show auch, wie für riesige Plantagen Wälder abgeholzt werden. Doch solle die Show Spaß machen und informieren, „wir wollen niemanden runterziehen“, sagt Ulmer. Deshalb waren sie mit ihren Kameras in Nepal etwa beim hinduistischen Shivaratri-Fest und beobachteten Kathmandus Straßenleben. In Ecuador fuhren sie im Kanu tief in den Regenwald, wo sie jenseits der Zivilisation bei Shuar-Indígenas besuchten, die von dem leben, was ihnen der Urwald zur Verfügung stellt.

Es ist nicht die erste Show des Bornheimer Duos: 24 Jahre lang war es ausschließlich in Lateinamerika unterwegs. „Für die dritte Show wollten wir neue Wege einschlagen.“

Die Multivisionsshow findet am 18. September, 19.30 Uhr, im Saal der katholischen Gemeinde St. Josef, Berger Straße 135, statt. Karten gibt es für zehn Euro im Vorverkauf im Weltladen Bornheim, Berger Straße 133, an der Abendkasse für 12 Euro. Weitere Informationen und Termine im Internet unter www.lobolmo.de.

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