Bornheim

Bornheim: Gestaltung der Freiligrathstraße spaltet die Nachbarn

Die einen wollen mehr Bäume, die anderen ihre Parkplätze behalten: Die Anwohnerinnen und Anwohner der Freiligrathstraße in Bornheim sind geteilter Meinung, was die Gestaltung ihrer Straße betrifft. Der Ortsbeirat sucht nach einer zukunftsfähigen Kompromisslösung.

Soll die Freiligrathstraße so bleiben wie sie ist oder umgestaltet werden? Bei dieser Frage scheiden sich derzeit die Geister. Während sich eine Gruppe von Anwohnerinnen und Anwohner in dem Abschnitt zwischen Wittelsbacher- und Saalburgallee mehr Grün, Fahrradständer und Bänke wünscht, will eine zweite am Status quo festhalten. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 4 lieferten sich beide Parteien eine hitzige Diskussion.

Seit Mitte 2018 wurden im Rahmen des Bundesforschungsprojekts Quartier Mobil zusammen mit Menschen aus Bornheim Ideen entwickelt, wie der Straßenabschnitt aufgewertet werden kann. Entstanden sind vier Varianten, die etwa kleine Quartiersplätze, Bäume, Fahrradständer und vor allem weniger Parkplätze vorsehen.

Der Ortsbeirat muss noch über die vier Modelle beraten. Wichtig sei es, eine zukunftsfähige Lösung zu finden, sagt Bodo Pfaff-Greiffenhagen (CDU). Ähnlich äußert sich Martin Ried von den Grünen. „Die Sommer werden heißer, da müssen wir etwas tun.“ Wichtig sei es, einen Kompromiss mit beiden Gruppen zu finden. „Es wäre ein Armutszeugnis für den Ortsbeirat, wenn wir am Ende gar nichts machten.“

Viele Anwohner und Anwohnerinnen haben sich schon entschieden. Ulrike Finkbeiner etwa lobt die Vorschläge, die das Mikroklima der Straße verbesserten und mehr Platz auf den Bürgersteigen brächte. Sie forderte das Stadtteilgremium auf, eine mutige Entscheidung zu treffen. Weitere Redner:innen sagten, dass Fahrradständer nötig seien und in der Straße alle Verkehrsteilnehmer endlich alle gleichberechtigt werden müssten.

Etliche lehnen die Forderungen ab. Die Parkplätze dürften nicht reduziert werden, ohne Ersatz zu schaffen, sagt Anwohner Philipp Peter Müller. Schon jetzt gebe es zu wenige, und durch den Bau der Nassauischen Heimstätte in der Freiligrathstraße werde sich die Situation verschärfen. Zunächst müsse das ÖPNV-Angebot ausgebaut werden. Fahrräder könnten in die Hinterhöfe getragen werden.

Sorgen bereiten vielen die Bänke, die aufgestellt werden könnten. Schon jetzt gebe es Jugendgruppen, die nachts randalierten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare