1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Bornheim

Blühwiesen zwischen den Gleisen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Boris Schlepper

Kommentare

Die Linke im Ortsbeirat 4 will Trambahnstrecke und Haltestellen begrünen. Laut VGF wird die Wittelsbacherallee noch in diesem Jahr bepflanzt.

In Bornheim und im Ostend soll es künftig mehr begrünte Gleise geben. Dafür spricht sich die Fraktion Die Linke im Ortsbeirat 4 in einem Antrag aus. Sie will die Stadtverordnetenversammlung auffordern, geeignete Streckenabschnitte beziehungsweise Haltestellen der Straßenbahn der Linien 11, 12 und 14 mit Blühwiesen zu bepflanzen. Denkbar sind nach Ansicht der Linke etwa die Stationen Ostendstraße, Zoo, Eissporthalle / Festplatz und Saalburg- / Wittelsbacherallee). Über die Vorlage berät das Gremium in seiner heutigen Sitzung.

In Großstädten könne die Begrünung öffentlicher Flächen als Klimamaßnahme eine wichtige ökologische Funktion erfüllen, heißt es in der Begründung. Die neuen Vegetationsflächen wirkten sich unter anderem positiv auf den Wasser- und Temperaturhaushalt der unmittelbaren Nachbarschaft aus und könnten dazu beitragen, das Mikroklima positiv zu beeinflussen. So könne etwa in den Sommermonaten das in der Begrünung gespeicherte Wasser die Umgebung durch Verdunstung abkühlen.

Ortsbeiratssitzung

Der Ortsbeirat 4 tagt am heutigen Dienstag, 15. März, 19.30 Uhr, im Zoogesellschaftshaus, Bernhard-Grzimek-Allee 1.

Es gilt die 3G-Regelung , ein Selbsttest als Nachweis ist nicht ausreichend. Gäste müssen eine Maske tragen

Über den Ausbau des Fernwärmenetzes im Ortsbezirk werden Vertreter:innen der Mainova berichten.

Das Förderprogramm Bürgerengagement für den Klimaschutz werden Mitarbeiter:innen des Energiereferats vorstellen. bos

Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Insektensterbens sollten nach Ansicht der Linke bevorzugt Blühwiesen gepflanzt werden. Sie trügen zur Biodiversität bei. Darüber hinaus gebe es weitere Vorteile, wie die Wasserrückhaltung im Gleis, die Reduktion von Schallemissionen, die Abkühlung im Gleis sowie die stadtgestalterische Aufwertung. Die VGF sei bereits an der Thematik dran, sagt Michael Rüffer von der VGF. Die Nahverkehrsgesellschaft habe erkannt, dass die Begrünung der Gleiskörper Vorteile für die Stadtökologie bringe. Auch eine Begrünung von Haltestellen-Dächern werde aus diesem Grund geprüft. Theoretisch sei es überall möglich, zwischen den Schienen Wiesen zu pflanzen, wo derzeit ein Schotterbett sei und die Gleise nicht überfahren werden müssten, so Rüffer. In der Bernhard-Grzimek-Allee entlang des Zoos, wo sich Bahnen und Individualverkehr die Straße teilen, sei eine Bepflanzung dagegen ungeeignet.

Noch in diesem Jahr plane die VGF, die Gleise in der Wittelsbacherallee zu begrünen und eine Lücke zwischen Messe und Friedrich-Ebert-Anlage zu schließen. Im kommenden Jahr werde die Mörfelder Landstraße zwischen Breslauer Straße und Stresemannallee sowie die oberirdische Linie U6 zwischen Industriehof und Hausen angegangen.

Begrünte Gleise haben ihren Preis. Für Gleise auf oberirdischen Strecken geht die VGF von Baukosten in Höhe von bis zu 1200 Euro pro Meter eingleisiger Strecke aus.

Die Verkehrsgesellschaft prüfe, bei neuen Gleisen Grün einzuplanen - und ebenfalls bei der Sanierung älterer Strecken. Die Erneuerung einer funktionsfähigen und nicht zu beanstandenden Anlage, nur um aus ihr ein „grünes Band“ zu machen, könne die VGF aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertreten.

Auch interessant

Kommentare