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Auf der Suche nach neuen Mitgliedern

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Von: Katja Sturm

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Kinder des Frankfurter Karnevalsvereins auf der Bühne.
Kinder des Frankfurter Karnevalsvereins auf der Bühne. © Rainer Rüffer

Bornheimer Clubs werben beim Tag der Vereine für ihre vielfältigen Angebote. Es war die erste Veranstaltung dieser Art seit 2019.

Bei Gisela Hausmann hatte es funktioniert. Vor vier Jahren war die Frankfurterin extra zum „Tag der Bornheimer Vereine“ gekommen, um mit dem Touristen- und Mandolinenclub Wanderfalke 1918 in Kontakt zu treten. Sie habe damals durch die Natur spazieren wollen, „aber mir fehlt die Orientierung“, gibt sie zu. Zweimal war Hausmann danach als Gast dabei bei den monatlichen Ausflügen des Clubs. Längst ist sie nicht nur Mitglied, sondern zweite Kassiererin. Am Sonntag stand die vielfach Engagierte mit drei Kollegen am vereinseigenen Stand in der Berger Straße und bot dort Dosenwerfen für Jung und Alt an.

Vor allem Kinder fühlten sich angezogen. Die Jüngsten durften auf den Tisch klettern, um besser treffen und sich eine Süßigkeit als Preis verdienen zu können. Das sei nicht die Klientel, die man für sich interessieren wolle, erklärte Hausmann. „Jugendliche winken bei den fünf oder zehn Kilometern, die wir laufen, ab.“ Aber vielleicht komme man so mit Eltern und Großeltern ins Gespräch und könne diese für ein Hineinschnuppern in die „schöne Gemeinschaft“ gewinnen.

Zwei Corona-Jahre lang waren solche Werbeaktionen nicht möglich. Das wirkte sich bei Vereinen aller Sparten auf die Mitgliederzahlen aus. Austritte gibt es immer, das ist die gewohnte Fluktuation. Aber es kamen keine neuen Interessenten dazu.

Umso mehr wurde innerhalb des Vereinsrings Bornheim begrüßt, dass zum ersten Mal seit 2019 der „Tag der Vereine“ wieder stattfinden konnte. In vierter Auflage und mit besten Erfolgschancen, wie die Vorsitzende Sigrid Peppert sagte. „Wir gehören zu den Ersten“, die so etwas nach den pandemiebedingten Beschränkungen organisierten.

14 der 64 Mitgliedsvereine hatten sich mit einem Stand oder für einen Auftritt auf der Bühne am Uhrtürmchen angemeldet, einer musste wegen positiver Corona-Fälle passen. Die Teilnehmerzahl sei etwas geschrumpft, gab Peppert zu. Manche Vereine seien „träge“ nach der langen Pause, anderen mangele es an ehrenamtlichem Personal.

Die insgesamt jedoch große Lust auf die Wiedererweckung des Vereinslebens sah Peppert schon am Sonntagmittag „hochbegeistert“ bestätigt. Zu den Klängen der „Skyline Big Band“ des Frankfurter Musikvereins schlenderten bei sonnigem Wetter viele Besucherinnen und Besucher zwischen den Ständen auf der Berger Straße herum oder machten es sich an den extra aufgestellten Tischen oder jenen der Gastronomiebetriebe gemütlich. Die Lokale hatten ihren Außenbereich auf Anordnung der Stadt für diesen Tag auf ihr ursprüngliches Maß beschränken müssen, um den Vereinen Platz zu machen. Ansonsten genießen sie derzeit die erweiterten Möglichkeiten wegen der Corona-Krise.

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